Zuchtrinderversteigerung, 10.06.2021, Greinbach

Die Zuchtrinderversteigerung vom 10.06.2021 im Vermarktungszentrum Greinbachhalle war mit 102 aufgetriebenen Tieren deutlich schwächer beschickt als zuletzt. Der Versteigerungsverlauf war in Summe zufriedenstellend, wenngleich auch ein paar Tiere zu den gebotenen Preisen nicht abgeben wurden.

Die Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit verpflichtender FFP-2-Maske und der Einhaltung der Abstände wurden in bester Disziplin der Vermarkter und Käufer lückenlos eingehalten.

In der Kategorie der Jungkühe stand ein entsprechendes Angebot von 34 Tieren zum Verkauf. Die Qualität der Tiere war hinsichtlich garantierter Milchmenge sowie Exterieur absolut marktkonform. 50 % der aufgetriebenen Jungkühe konnten mit einem Zuschlagspreis jenseits der 2.000 Euro Marke abgerechnet werden. Das Kaufverhalten der privaten Käufer war etwas ruhiger als zuletzt, sodass es zu einer stärkeren Preisdifferenzierung nach der Qualität kam. Ein Ausrufezeichen setzte, zum wiederholten Male, eine GS DER BESTE Tochter in dieser Kategorie. Diese genetisch hochinteressante Jungkuh aus einer Betriebsauflösung war einem oberösterreichischen Spitzenzüchter 4.550 Euro netto wert. Mehrere Mehrkalbskühe aus dem gleichen Betrieb konnten ebenfalls zu sehr respektablen Preisen vermarktet werden.  

Das Angebot an trächtigen Kalbinnen konnte mit Hilfe der Fa. Schalk und der privaten Nachfrage zu marküblichen Preisen abgesetzt werden, wobei Preisspitzen fehlten. Gefragteste Kalbin des Tages war eine GS HERZTAKT-Tochter aus dem Betrieb Johann Windisch, Passail.

Die Kategorien der Kuhkälber und Jungkalbinnen wurden durch Exportankäufe für den türkischen Markt deutlich belebt. Ebenfalls konnten sich die Jungviehaufzuchtbetriebe mit Tieren guter Qualität eindecken.

Tageshöchstpreis bei dieser Versteigerung erreichte eine mischerbig hornlose GS MACHTVOLL-Jungkalbin mit einem genomischen Zuchtwert von 134. Dieses hoffnungsvolle Jungtier wird in Zukunft in Deutschland züchterisch genutzt.

Von den sechs angebotenen Herdebuchstieren konnten leider nur zwei an private Züchter verkauft werden. Die Viehzuchtgenossenschaften fielen leider als Käufer komplett aus.  

Die vom Land Steiermark gewährte Ankaufsbeihilfe für Kühe und trächtige Kalbinnen wirkte einmal mehr markstabilisierend und ist eine essentielle Unterstützung der steirischen Rinderwirtschaft.


Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen der Rinderzucht Steiermark eG finden an folgenden Terminen statt:

Dienstag, 15.06.2021 in St. Donat
Donnerstag, 12.08.2021 in Traboch
Donnerstag, 19.08.2021 in Greinbach

Georg Steiner

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