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Zuchtrinderversteigerung Traboch - 13.08.2019

Herbstauftakt gelungen

Die Zuchtrinderversteigerung am 13. August in Traboch war mit rund 200 verkauften Zuchtrindern der Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Holstein gut beschickt.

Die erste Versteigerung nach einer dreimonatigen Pause am Standort Traboch war doch von negativen Vorzeichen geprägt. Vor allem die Futtersituation in der Obersteiermark ist aufgrund der fehlenden Niederschläge in vielen Gebieten ein ernstzunehmendes Problem. Unter diesen Vorzeichen ist der Marktverlauf der Zuchtrinderversteigerung erfreulicherweise als reibungslos mit marktkonformen Geboten zu beschreiben.  Über allen Kategorien und Rassen hinweg konnten Tiere mit Qualität zufriedenstellend verkaufte werden. Rohe, unterdurchschnittlich entwickelte Tiere waren hingegen nur schwer abzusetzen. Hier lagen die Preisvorstellungen der Verkäufer und der Qualitätsanspruch der Käufer doch einige Male deutlich auseinander.

Fleckvieh

Die Qualität der angebotenen Fleckviehkühe war diesmal im Vergleich zu den Frühjahrsversteigerungen differenzierter, sowohl in Leistung als auch im Exterieur der Tiere. Die Nachfrage der privaten Käuferschicht war in dieser Kategorie aber überraschend gut, sodass man sowohl mit dem Durchschnittspreis als auch mit den Preisspitzen zufrieden sein konnte. Den Tageshöchstpreis der Fleckviehtiere erzielte eine exterieurstarke WALDBRAND Tochter aus dem Zuchtbetrieb Kohlbacher in Langenwang. Diese Jungkuh wechselte in einen Betrieb nach Bad Mitterndorf.

Die Kategorie der Kälber und Jungkalbinnen war für eine Versteigerung im August stark beschickt, was eindeutig der Futtersituation auf den Betrieben geschuldet sein dürfte. Es entwickelte sich ein stark qualitätsbezogener Verkauf. Den Tageshöchstpreis bei den Zuchtkälbern erzielte eine GS WATERMANN Tochter mit hohem genomischen Zuchtwert aus dem Betrieb Grasser, Fohnsdorf. Das Tier wechselt ins oberösterreichische Zuchtgebiet.  Eine reinerbig hornlose MA 17 Tochter löste ebenfalls ein spannendes Winkerduell aus. Aufzuchtbetriebe aus der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Kärnten zeigten Interesse an Genetik mit Leistungshintergrund und entsprechender Entwicklung.

Auffallend war das diesmal, dass deutlich mehr Tiere im stricklosen Vermarktungsweg angeboten werden. Das Service der RSTM am Standort Traboch ermöglicht die Wahlmöglichkeit für die Verkäufer und erfreut sich immer größerer Beliebheit.

Das Angebot an trächtigen Kalbinnen zeigte die gesamte Palette an Futter- und Entwicklungszuständen der Tiere. Viele Tiere wurden direkt von den Weiden auf die Versteigerung gebracht. Für Tiere unter 600 kg und Tiere, die für Exportankäufe zu hoch trächtig waren, war nur schwer zufriedenstellender Absatz zu finden. Hingegen konnten Tiere mit entsprechenden Leistungszahlen im Pedigree und normal gutem Futterzustand zwischen 1600 und 2000 Euro Zuschlagspreisen gut verkauft werden.  Die gefragteste Kalbin des Tages war eine kapitale GS ECHT Tochter vom Betrieb Gruber in Mooslandl. Diese vielversprechende Kalbin wird in einem Betrieb in St. Gallen produzieren. Für die kommenden Messeauftritte in Slowenien, Kroatien und Ungarn konnten exterieurstarke Kalbinnen angekauft werden. Ankäufe für den kroatischen und italienischen Markt wirkten marktbelebend. Bemerkenswert war wiederum, dass Tiere, die aus Bio Betrieben stammten, insgesamt eine gute Nachfrage erfuhren.

Braunvieh und Holstein

Das Angebot der Braunvieh und Holstein Tiere war wiederum klein, aber diesmal von außergewöhnlicher Qualität gekennzeichnet.

Ein Paukenschlag war eine überragende 2. Kalbskuh (V: Commander) aus dem Betrieb Neuhold in Wettmannstätten. Eine Tagesmilchmenge von 58 kg Milch bei bestem Exterieur war einem Südtiroler Holsteinzüchter im Treuhandkauf den Tageshöchstpreis der Versteigerung wert.

Für die bevorstehenden Messeauftritte konnten aus dem Angebot 3 hervorragende Kalbinnen erworben werden. Eine kalibrige BIG JOHN Tochter, sowie eine korrekte LENNY Tochter aus dem Betrieb Jauschnegg, Hengsberg und eine elegante ARROW Tochter vom Betrieb Fraidl, St. Peter/Freienstein werden die Farben von Rinderzucht Austria im Ausland mehr als würdig vertreten.

Die vom Land Steiermark gewährte Qualitätsförderung für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern stabilisierte den Absatz der weiblichen Großrinder wiederum deutlich.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden an folgenden Terminen statt:

DIENSTAG          20. August 2019            Greinbach
DONNERSTAG    29. August  2019            St. Donat
DIENSTAG         24. September 2019       Traboch


Ing. Reinhard Pfleger und Georg Steiner                                             13.08.2019

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