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Genomische Spitzenwerte sorgen für internationales Kaufinteresse

Die letzte Zuchtrinderversteigerung des Jahres 2018 in der Steiermark stand im Zeichen des plötzlichen Wintereinbruches und schwieriger Bedingungen bei der Anlieferung der Tiere.

Landesrat Ökr. Hans Seitinger besuchte die Versteigerung und machte sich ein Bild der aktuellen Vermarktungssituation. Er gab in seinen Ausführungen bekannt, dass die Ankaufsbeihilfe des Landes Steiermark für Zuchtrinder auch für das Jahr 2019 sichergestellt werden konnte. Tierzuchtdirektor Dr. Horst Jauschnegg von der LK Steiermark und die Tierschutzombudsfrau des Landes Steiermark Frau Dr. Barbara Fiala-Köck wurden ebenfalls von Obmann Ökr. Hans Derler auf der Versteigerung willkommen geheißen.

Das Angebot auf der Zuchtrinderversteigerung in Traboch war diesmal gespickt mit außerordentlich interessanten Tieren mit hohen genomischen Zuchtwerten. Nicht zuletzt durch die starke Teilnahme der steirischen Züchter  am Projekt FoKUHs wurden diesmal hochtypisierte Jungrinder und Kühe zum Kauf angeboten. Das Angebot lockte Zuchtinteressierte und Kaufinteressenten aus allen Bundesländern in Österreich sowie auch Käufer aus mehreren bayrischen Zuchtgebieten an.

Paukenschlag der Gruppe der genomischen hoch typisierten Jungrinder war eine Imperativ x Hurley mit goZW von 130 Punkten aus der Zuchtstätte Engelbert Sitka in Miesenbach, die nach einem heftigen innerbayrischen Bieterduell schließlich um den Tageshöchstpreis von 7500 Euro in einen Betrieb im Zuchtgebiet Wertingen wechselte. Derselbe Züchter erwarb ein weiteres Imperativ Jungrind (MV: Dell) aus dem Kurzrasenweidebetrieb Fuchs Martin aus Mitterberg im Ennstal. Das Tier mit einem goZW von 133 und tadellos vorgeschätztem Exterieur brachte ebenfalls einen Zuschlagspreis von 5220 Euro. Eine mischerbig hornlose McDrive Tochter aus Incredible Pp mit einen goZW von 132 wurde vom Betrieb Täubl Andreas, Krieglach angeboten. Auch dieses Tier wechselte in einen Spitzenbetrieb nach Niederbayern um ein stolzes Letztgebot von 4320 Euro. Eine aus dem Betrieb Hartleb Engelbert angebotene Weltass x Wohltat mit goZW 131 konnte mit überragender Inhaltstoffvererbung aufwarten. Dieses sehr gut entwickelte Jungrind blieb im steirischen Zuchtgebiet und war einem südoststeirischen Züchter 3600 Euro wert. Ein weiter Spitzenzüchter aus der Steiermark erwarb eine gehörnte Mc Drive Tochter mit goZW 132 vom Betrieb König Günther aus St. Egidi bei Murau.

Den Tageshöchstpreis bei den Jungkühen erzielte eine genotypisierte Herzschlag Tochter aus dem R-Kuhstamm des Betriebes Sitka in Miesenbach. Diese leistungsstarke und züchterisch sehr interessante Jungkuh wird zukünftig in einem Betrieb im Rieder Zuchtgebiet produzieren.

Den Tageshöchstpreis bei den Milchrassetieren erreichte eine in Exterieur und Milchmenge makellose rote Durango RC Tochter aus dem Betrieb Engelbert Sitka, Miesenbach. Diese Jungkuh ging an einen Fleckviehzüchter aus dem Zuchtgebiet Wertingen in Bayern.

In Summe konnte man mit dem Versteigerungsverlauf zufrieden sein. Leichte Kuhkälber waren schwächer nachgefragt. Mit steigenden Gewichten stieg die Nachfrage und somit die Preisbildung. Die Jungkalbinnen konnten deutlich besser als im Oktober vermarktet werden. Ab Jänner ist wieder mit einer stärkeren Nachfrage in diesem Segment zu rechnen.

Der Absatz der Kühe gestaltete sich etwas zäher als zuletzt. Einerseits waren die Qualitäten hinsichtlich Leistung und Exterieur knapper als zuletzt und andererseits  war die private Nachfrage merkbar flacher. Im Bereich der Milchrassen wurden Spitzenkühe mit hohen Tagesmilchmengen angeboten. Leider konnten die Preisvorstellungen der Verkäufer nicht immer ganz erreicht werden. Positiv aufgefallen sind eine bestens entwickelte HERCULES Kalbin vom Betrieb Jauschnegg Otto, Hengsberg und eine sehr euterstarke Braunviehjungkuh vom Betrieb Riegler Hubert, Hönigsberg, die um einen Zuschlag  von 2220 Euro in einen Betrieb nach St. Peter/Freienstein wechselte.

Im Segment der trächtigen Kalbinnen war der Absatz durchaus gegeben. Die Preisspitzen haben aber leider etwas gefehlt. Ein umfangreicher Exportankauf nach Kroatien stärkte den Markt deutlich. Ankäufe Richtung Italien wirkten markträumend. Zum Tagehöchstpreis von 2120 Euro wechselte eine körperstarke, korrekte Mint Tochter vom Betrieb Cornides, Landl in einen Betrieb nach Spielberg.

Die Rinderzucht Steiermark bedankt sich bei allen Mitgliedern, privaten Käufern und Viehhandelspartnern für das entgegengebrauchte Vertrauen in der zentralen Zuchtrindervermarktung im Jahr 2018.

Wir möchten alle Marktteilnehmer nochmals darauf hinweisen, dass ab Jänner 2019 der Tag der Zuchtrinderversteigerungen in der Steiermark von Montag auf  Dienstag verlegt wird. Wir ersuchen alle Beteiligten diese Änderung positiv mitzutragen.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am Donnerstag 06. Dezember 2018 in St. Donat, DIENSTAG 15. Jänner 2019 in Traboch und DIENSTAG 22. Jänner 2019 in Greinbach statt.

 

Reinhard Pfleger/Georg Steiner                                                       26.11.2018

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