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9. Dairy Grand Prix Austria 2018

Rinderzucht Sehen – Spüren - Riechen

Der Dairy Grand Prix Austria stand ganz im Zeichen von „Rinderzucht Sehen-Spüren-Riechen“. Anhand von vier Lernstationen wurden mehr als 650 Volksschulkindern und ihrem Lehrpersonen die Milchwirtschaft näher gebracht. Abgerundet wurde das Programm mit einer Verkostung von regional produzierten Schulmilchprodukten. Die positiven Reaktionen der Kinder und Lehrer zeigten, dass diese Form des Kennenlernens der Milchwirtschaft durch die zukünftigen Konsumenten einen wichtigen Beitrag für die Akzeptanz in der Bevölkerung darstellt. Der folgende Auszug aus einem Mail einer teilnehmenden Lehrerin gibt den äußerst zufriedenstellenden Verlauf wieder indem sie schreibt: „Die Lernstationen, die die Kinder besuchen durften und auch der Informationsfilm waren optimal auf Volksschulkinder abgestimmt und auch die durchführenden Personen waren sehr nett und kompetent. Auch meine Kolleginnen waren begeistert und wir werden Sie und Ihr Team mit Sicherheit weiter empfehlen! Vielen Dank hierfür!“

Top Qualität bei allen Rassen - Völkerverbindlicher Aspekt durch Slowenien und Südtirol
In den zwei Tagen konnten sich die zahlreichen Fachbesucher vom hohen Standard der österreichischen Rinderzucht überzeugen. Experten welche die bisherigen Veranstaltungen besuchten, waren von der ausgezeichneten Qualität der ausgestellten Tiere überrascht.Die Teilnehmer aus Österreich, Slowenien und Südtirol sorgten durch die Qualität ihrer Tiere für einen herausragenden Wettbewerb und die erstplatzierten Tiere könnten nach Meinung des ausgezeichneten Preisrichters Stefan Widmer aus der Schweiz, an den großen europäischen Schauen Top Plätze erreichen. Durch die Mitwirkung der Züchterkollegen aus Südtirol und Slowenien konnte zusätzlich ein völkerverbindlicher Aspekt geschaffen werden.

Großartige Erfolge durch die steirischen Züchter bei Holstein und Jersey

Bundesholstein Schau
Den mit Abstand mengenmäßig größten und in der qualitätsdichte stärksten Wettbewerb gab es bei den Holstein-Kühen zu sehen.Der Wettbewerb erreichte ein internationales Spitzenniveau. In allen Klassen waren Tiere vertreten die auch auf den großen Schauen Europas ein gutes Bild abgeben würden. Mit der Präsentation einer eigenen Klasse für Kühe mit einer Lebensleistung von mehr als 100.000 kg Milch wurden auch die Vorzüge der Holsteinkühe im Sinne von Nachhaltigkeit dargestellt. Der ausgezeichnete Preisrichter Stefan Widmer aus der Schweiz verfolgte eine klare Linie und favorisierte michtypische offene Kühe mit genügend Feinheit und sehr guten Eutern. Mit dem Bundeseutersieg und Bundesreservesieg bei den Erstkalbskühen durch BB BE EVELYN und dem Bundessieg und dem Bundesreservesieg bei den Zweit- und Drittkalbskühen durch BB MC GRACE und BB GC DAISY, avancierte der Zuchtbetrieb BB Holsteins aus Neuberg zum erfolgreichsten Aussteller der gesamten Veranstaltung.Die euterstarke BB BE EVELYN (Beemer x Mascalese), BB Holsteins, Neuberg, setzte sich wegen ihrer Vorzüge in der Drüsigkeit und Festigkeit des Euters, und der besseren Rippen- und Beckenstruktur gegenüber ihren Konkurrentinnen durch.Die stilvolle MCCUTCHEN-Tochter BB MCC GRACE, von BB Holsteins, Neuberg, konnte sich gegen die ausgeglichene RZR GIPSY (Goldendreams x Winston), von Thomas Riegler, Langenwang, auf Grund der Größe und Länge, des besseren Milchtyps und vor allem wegen des festeren und drüsigeren Euters durchsetzen und sorgte somit für einen steirischen Doppelsieg. BB MC GRACE wurde des Weiteren mit dem Titel „Reserve Grand Champion“ der Bundesholstein Schau ausgezeichnet. Die wohl in ihrer Dichte stärkste Klasse der Schau gewann die große feine mit einem hohen und breiten Hintereuter ausgestattete GOLDCHIP-Tochter BB GC DAISY, von BB Holsteins, Neuberg, wegen ihrer Vorteile in den Bereichen Feinheit, Fundament und Euter.Neben der bereits genannten RZR GIPSY konnte Thomas Riegler aus Langenwang, noch zwei weitere zweite Plätze erreichen. Die Sechskalbkuh RZR LORELEI (Velvet x Manat), musste sich in ihrer Klasse nur von einer Viertkalbskuh geschlagen geben und beeindruckte durch ihren durchgängig breiten Körper, die straffe Oberlinie, die sehr korrekte Beckenlage und das hohe und breite Hintereuter. Weiters auf Platz 2 konnte sich die in der Klasse der Kühe mit einer Lebensleistung von über 100.000 kg Milch RZR OKLAHOMA (Velvet x September) einreihen. Sie konnte durch ihren Milchtyp, die Festigkeit in den Körperverbindungen und durch ihre offene Rippe überzeugen. Durch ihr fest ansitzendes Euter und ihre Körperlänge schaffte es die Erstkalbskuh MADISON (V. Durango) von Marina und Christian Schöggl, Langenwang, ebenfalls auf das Stockerl (Platz 3). Besonders auffallend war die Tatsache, dass sich bis auf eine Ausnahme alle ausgestellten Tiere unter den Top 5 platzieren konnten.

Bundesjerseyschau
Auf Grund der zahlreichen internationalen Erfolge der österreichischen Jerseyzüchter waren die Erwartungen an die Qualität der ausgestellten Tiere sehr hoch und eines vorweg, diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht.Den Titel des Junior Champions sicherte sich auf Grund ihrer Vorteile in den Körpermerkmalen, der korrekten Beckenlage, des ausgezeichneten Fundaments und des insgesamt sehr ausbalancierten Euters die PREMIER-Tochter AGNETA von Hermann Gruber, Nestelbach.

Zwei Dairy Grand Prix Reservesiege bei Braunvieh
Die vom Preisrichter Stefan Widmer vorne platzierten Braunviehkühe mussten genügend Körperbreite, ein ausgezeichnetes Fundament und vor allem Qualitätseuter aufweisen.
Trotz der starken Konkurrenz aus dem Westen konnten sich die steirischen Braunviehzüchter mit ihrer Kollektion aus typ- und leistungsstarken Tieren sehr gut behaupten. Besonders bei den Erst- und Zweitkalbskühen führte der Sieg nur über die heimischen Braunviehzüchter. So war es letztendlich nicht verwunderlich das zwei Gesamtreservesiege erzielt werden konnten. In der Klasse der Erstkalbskühe sicherte sich Thomas Riegler aus Langenwang mit der Blooming- Tochter LINDA auf Grund ihrer Vorzüge in den Körper- und Fundamentmerkmalen und wegen ausgezeichneten Eutersitzes den Titel des Junior Reserve Champions. Das gleiche Kunststück (Reserve Grand Champion) gelang Hubert Riegler aus Mürzzuschlag mit seiner Zweitkalbskuh STACY. Diese GS Powerman-Tochter beindruckte den Preisrichter durch das drüsige Vordereuter, sowie durch ihren Milchtyp, das gute Fundament und die ausgezeichnete Beckenlage. Auf das Stockerl schafften es noch Heinrich Blindhofer mit der Erstkalbskuh BETTINA (V. Edgard) wegen ihrer Geschlossenheit in den Körpermerkmalen und des guten Euters sowie die beiden Viertkalbskühe ALIRA (V. Vigor) von Vera und Nikolaus Lerch, Kammern auf Grund des ausgezeichneten Euters und die Huxoy-Tochter Venus von Franz-Stephan Diepold, Thörl auf Grund ihrer ausgezeichneten Typ- und Fundamentmerkmale. Venus war auch die leistungsstärkste Braunviehkuh der gesamten Schau. Weitere Platzierungen unter den Top 5 unterstrichen die hervorragende Qualität der steirischen Braunviehtiere und geben den Betrieben hinsichtlich ihrer Zucht mit der Zielsetzung „Fitness- Milch – Exterieur“, recht.

Starker Auftritt des steirischen Fleckviehs - Mint und GS Inros dominieren das Geschehen
Obwohl die ausgestellten Fleckviehkühe nur aus der Steiermark kamen, wiesen die insgesamt 24 Kühe Bundesschauqualität auf, oder wie es der Preisrichter Stefan Widmer in seiner Kommentierung anführte:„ Mich hat die Stärke, Breite und Tiefe der Kühe sowie deren Kapazität, die Bemuskelung, die Euter und die Milchleistung positiv überrascht“.
Gerichtet wurden 2 Klassen mit Erstkalbskühen, 1 Klasse mit Zweitkalbskühen und eine Klasse mit Dritt- und Viertkalbskühen.

Den Titel bei den Erstkalbskühen gewann die Mint-Tochter LOS ANGELES von Matthias Tieber, Sankt Marein bei Graz, wegen ihrer Vorzüge in den Körpermerkmalen, in der Feinheit und in der Doppelnutzung vor der korrekten enorm euterstarken ELSBETH (V. Mint) vom Betrieb Irmgard Köck aus Gai. ELSBETH wurde auf Grund ihres drüsigen Euters letztendlich zur Eutersiegerin bei den Erstkalbskühen gekürt. Besonders auffallend waren noch die sehr harmonische Klassensiegerin der jüngsten Klasse BIANCA (V. Manuap) von Karin und Günter, Sattler, Lobmingtal, die bestens beeuterte hornlose Isario Pp-Tochter RISA von Herbert Fratzl, Möderbrugg und die ebenfalls hornlose sehr korrekte Mahango-Tochter ZETA von Johann Schweighofer aus Pöllau.

Die Klasse der Zweitkalbskühe gewann die ausbalancierte GS Inros-Tochter TINA aus der bekannten Zuchtstätte von Engelbert Sitka, Miesenbach, wegen ihrer Vorteile in der Harmonie gegenüber der euterstarken GS Mount Everest-Tochter FLORIKA vom Betrieb der Familie Sommersguter, Wenigzell und der harmonischen Magic-Tochter LORETTA aus dem Zuchtbetrieb der Familie Eichberger, Sankt Marein bei Knittelfeld.

Bei den Dritt- und Viertkalbskühen war die GS Inros-Tochter- SANDRA von Gottfried Seidl aus Neumarkt, auf Grund ihrer Vorzüge in der Harmonie, der Feinheit im Fundament, des höheren Hintereuters in Kombination mit bester Strichstellung nicht zu schlagen. Sie gewann vor der sehr kompletten im besten Doppelnutzen stehenden Messi-Tochter AGENDA von Johann Schweighofer, Pöllau und der kapitalen Dell-Tochter der Familie Feldbaumer aus Seckau. Grand Champion wurde letztendlich SANDRA vor AGENDA. Den Eutersieg holte sich ebenfalls SANDRA vor der Zweitkalbskuh FLORIKA.

Dairy Grand Prix Gala – Ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit

Dairy Grand Prix Gala
Neben den bereits bekannten Verleihungen der Auszeichnungen All Dairy Austria für die besten Kühe der am Dairy Grand Prix teilnehmenden Milchrinderrassen und der Vergabe eines Sonderpreises für verdiente Persönlichkeiten rund um den Dairy Grand Prix, wurde heuer erstmalig die Creme de la Creme der Langlebigkeit bei den Rassen Holstein und Jersey besonders geehrt. So konnten besondere Auszeichnungen an die beiden 200.000er Kühe der Familien Steiner und Gasser überreicht werden. Weiters wurden auch die 8 Besitzer der Kühe mit einer Lebensleistung von über 150.000 kg Milch und der Besitzer der Jersey-Kuh mit einer Lebensleistung von über 80.000 kg Milch ausgezeichnet. Mit seinen drei 150.000er Girls Grazia, Neela und Lookie wurde Thomas Riegler aus Langenwang besonders geehrt.
Den All Dairy Award Fleckvieh bekam Josef Haberl, Birkfeld für seine Rubikon-Tochter GOLDI überreicht. Der Sonderpreis für die besonderen Verdienste rund um den Dairy Grand Prix wurde Frau Tierzuchtdirektor DI Irmgard Mitterwallner übergeben. Frau Mitterwallner war bei den Durchführungen 2002 und 2008 als Geschäftsführerin des Rinderzuchtverbandes Salzburg an der Etablierung des Dairy Grand Prix maßgeblich beteiligt.

Dairy Grand Prix Sale
Gemeinsam mit STG wurde ein hochselektives Verkaufsangebot vorgestellt. So konnte auf eine fertige Schaukuh, auf genomisch hoch getestete Jungtiere, auf Kälber aus besten Kuhfamilien in Rot und Schwarz, sowie auf ein reinerbig hornloses rotes Jungtier geboten werden.
Mit Nici Nosbisch aus Deutschland als Auktionator und Cord Hormann, STG Germany, waren zwei Personen am Werke, welche zu absoluter Hochform aufliefen, und den Sale zum besten jemals in Österreich erzielten Durchschnittspreis von € 5.794,- verhalfen. Von den insgesamt 19 verkauften Katalognummern gingen 3 nach Deutschland. Den Tageshöchstpreis von € 34.000,- erzielte das weltweit nach RZG höchste rotbunte Jungtier KISS ME KATE. Das Tier wurde von der PrismaGen GmbH, Altenberge zum Verkauf angeboten und an RSH Schleswig Holstein für das NOG-Zuchtprogramm zugeschlagen. Für € 8.500,- sicherte sich der bekannte Braunviehzüchter Lukas Kreidl. Mayrhofen, Tirol, die abgekalbte Shadow-Tochter Jomagro Jakarta aus der Familie der diesjährigen italienischen Nationalsiegerkuh Jomagro Goldwyn Jasmin EX-95. Die angebotenen Wagyurinder fanden für € 5.500,- bzw. € 4.500,- ihre Käufer.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sehr viele gute Tiere aus besten exterieurstarken Kuhfamilien in Österreich blieben. 

Reihungsliste

Hans Terler                                                                                     05.11.2018