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Inlandsnachfrage beflügelt den Markt

Die Zuchtrinderversteigerung am 08.10. im Rinderzuchtzentrum in Traboch war mit 216 aufgetriebenen Tieren mittelmäßig bestückt. 

Mittlerweile kann die gesamte Exportsituation in Österreich als sehr angespannt bezeichnet werden. Futterknappheit und der Totalausfall des Türkeimarktes beeinflussen die Versteigerungen in Österreich maßgeblich. Unter diesem Eindruck konnte man mit dem Versteigerungsverlauf sehr zufrieden sein.

Die vom Land Steiermark gewährte Ankaufsbeihilfe in der Höhe von 200 Euro je Zuchttier wirkte sich sehr positiv auf das Marktgeschehen aus. 

Fleckvieh
Die Jungkühe waren wie erwartet sehr gut nachgefragt. Es konnten Spitzenpreise, sowie ein sehr zufriedenstellender Durchschnittspreis erreicht werden. Die angebotene Qualität konnte überzeugen und wurde von den Käufern mit hohen Geboten honoriert. 

Den Tageshöchstpreis in dieser Kategorie erhielt eine DAX Tochter vom Betrieb Aigner Erich, Turnau. Diese mit besten Fundament und Euter ausgestattete Jungkuh produziert in Zukunft bei einem Spitzenzuchtbetrieb im Bezirk Murau. 

Wiederum trugen Ankäufe unsere slowenischen Züchterkollegen zur Markträumung bei. 

Die trächtigen Kalbinnen waren Großteils in der für die Versteigerung gewünschten Trächtigkeit und Gewicht angeboten. Die gefragteste Kalbin des Tages war eine PANDORA Tochter vom Betrieb Hopf Martina, Gaal. Diese formschöne Kalbin wurde ebenfalls von einem Züchter aus dem Bezirk Murau angekauft. Die Exportfirma Genetic Austria trug mit einem Exportankauf positiv zum Marktgeschehen bei. 

Die fehlenden Impulse am Exportmarkt machten sich zum Teil bei den Kälbern, aber vor allem bei den Jungkalbinnen bemerkbar. Die Kuhkälber konnten bei bemerkenswerten 550 Euro netto abschließen. Den Tageshöchstpreis erzielte ein PERFEKT Kalb mit enorm hoher Mutterleistung

Der Absatz der Jungkalbinnen gestaltete sich äußerst schwierig. Die Preisvorstellungen der Verkäufer und die Erwartungshaltung der Verkäufer lagen zum Teil weit auseinander. Leider wurden daher eine größere Anzahl an Tieren nicht abgegeben. Im Laufe der nächsten Versteigerungen wird sich auch in diesem Segment das Markgleichgewicht wieder einstellen. 

Braunvieh und Holstein
Den Spitzenpreis bei den Holsteinjungkühen erzielte eine DURANGO RC Jungkuh mit fehlerfreien Exterieur und 34 kg Tagesmilchmenge. Ihre neue Heimat fand diese Jungkuh im Bezirk Murtal. 

Beim BV Angebot konnte eine kapital trächtige Kalbin vom Betrieb Simbürger Heinrich, St. Peter ob Judenburg herausstechen. Diese ANIBAL Tochter war einem Züchter aus Mariahof den Tageshöchstpreis von 2200 Euro netto wert. 

Das Angebot der melkenden Braunviehkühe war bei dieser Versteigerung wieder etwas größer, bei einer mittleren Qualität. Die Kühe konnten, ohne Spitzenpreise zu erzielen, abgesetzt werden. 

Für die Novemberversteigerungen ist mit einer guten Inlandsnachfrage, bei einer schwächeren Exportnachfrage zu rechnen. Diesem Umstand sollte bei den Vermarktungsentscheidungen Rechnung getragen werden. 

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 18.10.2018 in St. Donat, am  19.11.2018 in Greinbach und am 26.11.2018 in Traboch statt.

 

Georg Steiner                                                                                08.10.2018

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