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Jungkühe mit Qualität ermöglichen Spitzenpreis

Auf der Zuchtrinderversteigerung am 1. Oktober in Greinbach wurden knapp über 100 Zuchtrinder aller Kategorien angeboten, die zu über 90 % auch verkauft werden konnten. Leider blieben doch einige gemeldete Tiere der Versteigerung fern.

Landesrat ÖR. Hans Seitinger besuchte die Versteigerung und machte sich zum Auftakt der Herbstviehvermarktung in der Steiermark ein Bild der Vermarktungssituation. In Gesprächen rund um den Versteigerungsring hatten die Züchter die Möglichkeit direkt mit dem Landesrat in Kontakt zu treten und aktuelle Themen zu diskutieren. Der Obmann des TGD Steiermark ÖR. Josef Kowald richtete ebenfalls Grußworte an die Rinderbauern.

Das Angebot der Jungkühe und Kühe in Milch war zahlenmäßig eher knapp besetzt. Die vorgestellten Tiere wiesen diesmal wieder eine außergewöhnlich hohe Qualität in Milchmenge (29,0 kg garantiere Tagesmilchmenge) und Exterieur auf. Einige angebotene Jungkühe hatten durchaus das Potential um auf Ausstellungen zu gehen, was wiederum für die hohen Standard der in Greinbach angebotenen Zuchtrinder spricht. Wahrscheinlich auch bedingt durch die positiven Prognosen am Milchmarkt und der Anwesenheit von Kaufinteressenten aus der Steiermark, den angrenzenden Bundesländern und Slowenien entwickelten sich bei den laktierenden Tieren ordentliche Bieterduelle. Für alle Marktteilnehmer überraschend schloss die Kategorie der Jungkühe bei einem Durchschnittspreis von 2105 Euro netto! Die Tageshöchstpreise erzielten dabei eine extrem leistungsbereite ADDICTION RED Tochter die vom Betrieb Sitka, Miesenbach, die in einen Betrieb nach Knittelfeld wechselte. Eine leistungs- und  typstarke GS PANDORA Tochter vom Betrieb Sodl, Krieglach war einem Züchter aus Birkfeld ebenfalls einen sehr hohen Zuschlagspreis wert. Auch bei den angebotenen Mehrkalbskühen erreichten die Spitzenkühe Zuschlagspreise deutlich jenseits der 2000 Euro Marke.

Besser als zuletzt verlief auch der Verkauf der Stiere. 5 Stiere konnten zur Zucht verkauft werden. Ein genetisch hochinteressanter GS MINDMAP Sohn, gezüchtet von Alois Schafferhofer, Strallegg wurde von einer slowakischen Besamungsstation erworben.

Die kleine Zahl an trächtigen Kalbinnen konnte ebenfalls zügig vermarktet werden. Hochträchtige Tiere fanden Interesse von privater Käuferschaft aus der Steiermark. Das gefragteste Tier war eine formell sehr korrekte RALDI Tochter von Nikolaus Dunst, Stubenberg die zukünftig in einem Betrieb in Strallegg produzieren wird. Die Genetik Austria erwarb Kalbinnen für den Export.

Die Kategorien der Kuhkälber und Jungkalbinnen waren ebenfalls knapper als zuletzt beschickt. Nachfrage bestand vor allem von Jungviehaufzuchtbetrieben aus Nieder- und Oberösterreich. Die Kuhkälber konnten im Schnittpreis über 600 Euro netto schließen, was im österreichweiten Vergleich aktuell als hoch einzustufen ist. Auffallend war wiederum, dass nicht abgesetzte Kuhkälber nur schwer zu ansprechenden Preisen zu verkaufen sind. Spitzengebote jenseits der 1000 Euro Marke erzielten ein Kuhkalb der Kombination WORLDCUP x VANEL aus der Zucht von Josef Wiesenhofer, Pöllau sowie ein typstarkes HELDERBERG Kalb von Josef Pfneisl, Thomasberg (NÖ). Beide Kälber wechselten in bekannte Zuchtbetriebe nach Kärnten.

Die vom Land Steiermark gewährte Qualitätsförderung für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern für steirische Betriebe stabilisierte den Absatz wiederum merklich.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 8. Oktober 2018 in Traboch, am 18. Oktober 2018 in St. Donat und am 19.November 2018 in Greinbach statt.

Ing. Reinhard Pfleger                                                               01.10.2018

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