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Zuchtrinderversteigerung Traboch - sehr positiver Marktverlauf

Die Zuchtrinderversteigerung am 20. August im Rinderzuchtzentrum in Traboch war mit 164 vermarkteten Tieren der Jahreszeit entsprechend beschickt.

Aufgrund der  knappen Futtersituation in vielen Teilen Österreichs, sowie des sehr unsicheren Türkeimarktes,  wurde der Marktverlauf mit Spannung erwartet. Erfreulicherweise gestaltete sich die Nachfrage gut bis sehr gut. Über alle Kategorien und Rassen hinweg wurden Spitzenpreise erzielt. 

Die vom Land Steiermark gewährte Ankaufsbeihilfe in der Höhe von 200 Euro je Zuchttier und diverse Exportankäufe wirkten sich sehr positiv auf das Marktgeschehen aus. 

Fleckvieh
Die angebotene Qualität an Jungkühen war bei dieser Versteigerung außergewöhnlich gut. Ein durchschnittlich garantiertes Tagesgemelk von über 30 kg, sowie starke Kühe im Exterieur konnten bei den Kaufinteressenten punkten. Ein Drittel der verkauften Kühe konnten die 2000 Euro netto Marke durchbrechen. Den Tageshöchstpreis in dieser Kategorie erzielte eine kapitale WALISER Tochter vom Betrieb Thomas Paar, Mürzzuschlag. Diese enorm euterstarke Jungkuh produziert in Zukunft bei einem passionierten Fleckviehzüchter in Bischoffeld. Ein größerer Ankauf von Jungkühen seitens unserer slowenischen Züchterkollegen wirkte ebenfalls deutlich marktbelebend aus.   

Das Angebot an trächtigen Kalbinnen war in der Qualität extrem weit gestreut. Bestens auf die Versteigerung vorbereitete Kalbinnen mit gutem Gewicht erzielten sehr ansprechende Preise. Wie sich die Marktlage zurzeit zeigt, wird bei den kommenden Versteigerungen eine Trächtigkeit von 6 Monaten und Gewichte von mindestens 600 kg Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung sein. Eine genetisch hornlose GS POLLED Pp Tochter aus dem Biobetrieb Thomas Gruber, Landl wurde von der Rinderzucht Steiermark zum Tageshöchstpreis für die bevorstehende AGRAR Messe in Gornja Radgona angekauft. Die höher trächtigen Kalbinnen waren seitens der heimischen Käufer gut nachgefragt. Exportankäufe Richtung Slowenien und Kroatien konnten den Markt räumen. 

Die Zuchtkälber und Jungkalbinnen fanden Großteils in der Steiermark ihre neuen Besitzer. Tiere mit guter Entwicklung und Herdebuchstufe A waren deutlich im Vorteil. Die genetische Kombination REMMEL  x WILLENBERG x ROMEL war einem Obdacher Züchter den Tageshöchstpreis wert. Bei den Jungkalbinnen war ein genomisch getestetes PERFEKT Kalb vom Betrieb Grabenbauer Christine, Fischbach das gefragteste Tier des Tages. Aufgezogen wird dieses hoffnungsvolle Jungrind von einem bekannten Kärntner Züchter.

Braunvieh und Holstein
Zum wiederholten Male konnte der Betrieb Riegler Thomas, Langenwang den Tageshöchstpreis erzielen. Eine kapitale MCCUTCHEN Tochter mit einer garantierten Tagesmilchmenge von 39 kg war einem Spitzenzuchtbetrieb aus Bad Mitterndorf über 2000 Euro wert.  Produktive Jungkühe mit funktionalem Exterieur sind am Markt gefragt und erzielen sehr gute Preise. 

Das Angebot der Braunviehtiere war leider sehr klein. 2 Kalbinnen vom Aufzuchtbetrieb Gratz-Labugger waren einem Betrieb aus Judenburg 1700 Euro netto wert. Für die nächsten Versteigerungen wäre ein quantitativ und qualitativ ansprechendes Angebot an Jungkühen anzustreben. 

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 23.08.2018 in St. Donat, am 01.10.2018 in Greinbach und am 08.10.2018 in Traboch statt.

 

Georg Steiner                                                                                   20.08.2018

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