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Zuchtrinderversteigerung Greinbach - Kühe in Milch sehr gut nachgefragt

Die Augustversteigerung in Greinbach lag in der Beschickung im saisonalen Trend. Bei hochsommerlichen Temperaturen nutzen doch einige Landwirte den Tag zur Futterwerbung, sodass mehrere angemeldete Tiere nicht angeboten wurden. Die zum Verkauf stehende Qualität lockte Kaufinteressenten aus der Steiermark, den benachbarten Bundesländern Kärnten, Burgenland und Niederösterreich sowie eine größere Züchtergruppe aus Slowenien an. LK Präsident Franz Titschenbacher besuchte die Versteigerung und machte sich ein Bild der aktuellen Stimmung unter den Rinderzüchtern.

Das Angebot der Jungkühe und Kühe in Milch konnte sehr flott mit vielen sehr zufriedenstellenden Geboten versteigert werden. Vor allem die hohen Leistungen der angebotenen Kühe, die im Schnitt wieder bei knapp 30 kg garantierter Tagesmilchmenge lagen, erwiesen sich als Preisbildner. Die Preisspitzen an diesem Tag bildeten eine köperhafte GS RAICHLE Tochter vom Zuchtbetrieb Leopold Danzler, Lichtenegg die zu einem aufstrebenden Zuchtbetrieb in Pöllau wechselte und eine Jungkuh mit 40 kg Einsatzleistung aus der Zuchtstätte Gottfried Schönbacher, Wenigzell, die einen slowenischen Züchter das Höchstgebot der Kühe wert war.

In der Kategorie der Kuhkälber konnte trotz der stockendenden Nachfrage aus Oberösterreich und Niederösterreich der Markt durch die Aufzuchtbetriebe geräumt werden. Einen ungewöhnlich hohen Zuschlagspreis erzielte ein mischerbig hornloses Kalb mit der aktuellen Kombination GS Mächtig x Dax, das in den bekannten Zuchtbetrieb Schweighofer Johann nach Pöllau wechselte. Der Markt verlangt klar nach abgesetzten Kuhkälbern mit entsprechender Pansenentwicklung.

Der Absatz bei den Jungkalbinnen gestaltete sich zögerlicher, wobei deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Tiere zu beobachten waren. Die fehlende Nachfrage der Aufzuchtbetriebe aus den Nachbarbundesländern wirkte sich stärker aus als bei den Kuhkälbern. Auffallend war wiederum die starke Nachfrage nach jenen Jungkalbinnen, die positive genomische Zuchtwerte zu bieten hatten. Eine hoch typisierte IMPERATIV Tochter aus dem Betrieb Auer Gerhard, Hafning war einem jungen Züchter aus Birkfeld das Spitzengebot dieser Abteilung wert. 

Dem überschaubaren Angebot an trächtigen Kalbinnen stand Nachfrage des Viehhandelspartners Schalk und privater Käufern gegenüber. Erfreulich zu beobachten war, dass die höher trächtigen Kalbinnen seitens der Landwirte gut nachgefragt waren. Eine formschöne HURLY Tochter aus dem Aufzuchtbetrieb Anna Fank, Vorau war einem Züchter aus derselben Ortschaft das Höchstgebot wert. 

Sehr enttäuschend verlief der Verkauf der Stiere zur Zucht. Das Angebot konnte trotz hoher genomischer Zuchtwerte und passabler körperlicher Entwicklung keine Kaufinteressenten anlocken, sodass erstmals kein Stier zur Zucht verkauft werden konnte. Wir appellieren an die Viehzuchtgenossenschaften und privaten Kaufinteressenten die Versteigerung als Marktplatz mit bester Vergleichbarkeit und vollen Garantien für den Ankauf von Stieren zu nützen. 

Die vom Land Steiermark gewährte Qualitätsförderung für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern stabilisierte den Absatz wiederum merklich.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 20. August 2018 in Traboch , am 23. August 2018 in St. Donat und am 01. Oktober 2018 in Greinbach statt.

 

Reinhard Pfleger und Georg Steiner                                                    13.08.2018

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