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BVD-Verordnungsnovelle in Kraft getreten - Änderungen im BVD-Überwachungsprogramm!

Am 8. Mai 2018 ist die BVD-Verordnungsnovelle 2018 in Kraft getreten. Bundesländer mit gutem BVD-Status – dazu zählen neben der Steiermark auch die Bundesländer Burgenland, Kärnten und Vorarlberg – können nun weitere Vereinfachungen bei der BVD-Überwachung in Anspruch nehmen. In der Steiermark kommt daher bereits im Jahr 2018 für die BVD-Überwachung in nicht milchliefernden Beständen ein Stichprobenverfahren zur Anwendung. Weitere Änderungen betreffen das Inverkehrbringen von Rindern aus amtlich anerkannt BVD-virusfreien Beständen. Die wesentlichsten Punkte des neuen BVD-Überwachungsprogramms sind:

I. amtlich anerkannt BVD-virusfreie Betriebe:

a) nicht milchliefernde Betriebe:

Die BVD-Probenahme 2018 fand nur mehr in einer begrenzten Zahl von Betrieben (Stichprobe) und nicht mehr wie bisher in allen Betrieben statt. Die Blutprobenahmen in den ausgewählten Stichprobenbetrieben wurden bereits von Amtstierärztinnen und Amtstierärzten im Zuge der Probenahmen auf Brucellose, Leukose und IBR/IPV vorgenommen.

Alle im Jahr 2017 amtlich anerkannt BVD-virusfreie Betriebe gelten auch weiterhin und bis zum Ende der vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumenten-schutz (BMASGK) kundgemachten, befristeten Ausnahmebewilligung als amtlich anerkannt BVD-virusfrei (gemäß § 7a. Abs.2 BVD-Verordnung).

b) milchliefernde Betriebe:

In allen milchliefernden Betrieben werden wie bisher Tankmilchproben auf BVD untersucht; eine jährliche Kontrolluntersuchung über die Tankmilch wird in diesen Betrieben auch nach der Verordnungs-Novelle 2018 weiterhin und wie in den vergangenen Jahren durchgeführt. Die amtliche Untersuchung der Tankmilchproben 2018 wurde bereits durchgeführt.

II. Betriebe ohne amtliche Anerkennung:

etriebe, die im Jahr 2017 nicht amtlich anerkannt BVD-virusfrei waren (Betriebe mit nicht abgeschlossener Grund- bzw. Kontrolluntersuchung), sowie neue Betriebe sind wie bisher (zumindest) einmal jährlich zu untersuchen. Die erforderlichen Probenahmen werden von den Amtstierärztinnen und Amtstierärzten durchgeführt.

III. Verbringungen (Verkauf, Zukauf) von Rindern:

Rinder, die aus amtlich anerkannt BVD-virusfreien Betrieben stammen (sowohl solche, die im Rahmen des Stichprobenprogramms untersucht wurden, als auch solche, deren Status als amtlich anerkannt BVD-virusfreier Betrieb auf Grund des § 7a. Abs.2 BVD-Verordnung auch ohne aktuelle Untersuchung aufrechterhalten bleibt) brauchen für das Inverkehrbringen keine Einzeltieruntersuchung. Dies gilt auch dann, wenn das betreffende Tier bereits vom verkaufenden Betrieb aus einem amtlich anerkannt BVD-virusfreien Betrieb zugekauft wurde. Somit fällt in diesen Fällen die bisher angewendete Haltefristenregelung weg.

Tiere aus nicht amtlich anerkannt BVD-virusfreien Betrieben brauchen jedenfalls wie bisher eine Einzeltieruntersuchung mit unverdächtigem Ergebnis.  

 

>> Download BVD Verordnung neu <<

Für Auftreiber der Marktveranstaltungen ist besonders der Abschnitt 5 zu beachten!

 

Dr. Walter Obritzhauser                                                                     09.08.2018