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Steirisches Fleckvieh Know-How für Irland

In Österreich wird über die Organisation Genetik Austria intensiver Austausch von Wissen und Genetik mit den Verantwortungsträgern der Rinderzucht in anderen Ländern betrieben. Geschäftsführer Mag. Peter Kreuzhuber organisierte eine Informationstour quer durch Österreich für Züchter aus Irland. Im Zuge dieser Reise machte die Gruppe der irischen Fleckviehzüchter unter der Leitung von Mr. Gerard Brickley auch Station in der Steiermark.

Bei GENOSTAR in Gleisdorf wurde den Gästen von der Insel anhand einer Stierpräsentation die Zuchtphilosophie der Fleckviehzucht in der Steiermark näher gebracht. Die irischen Züchter zeigten Interesse an Genetik mit Stärken in der Doppelnutzung mit besonderem Augenmerk auf Milchinhaltstoffe, Eutermerkale und günstigem Kalbeverlauf.

Am Zuchtbetrieb der Familie Christian Friedl in Unterlamm konnten sich die Zücher ein Bild davon machen, was mit der Rasse Fleckvieh unter optimalen Umweltbedingungen produktionstechnisch möglich ist. Die 70 köpfige Fleckviehherde leistet aktuell am Roboter eine durchschnittliche Herdenleistung von deutlich über 12.000 kg Milch bei knapp 3,60 % Eiweiß. Anklang fanden die stabilen Dauerleistungskühe der Herde. Starkes Interesse bestand auch an der Rationszusammensetzung sowie den entstehenden Kosten für Fütterung und Stalltechnik. Beeindruckt zeigten sich die Besucher von der Idee des  Bauernhofcafe´s direkt über dem Stall, in dem das gemeinsame Mittagessen eingenommen wurde.

Um den irischen Züchtern die Vielfalt der Rinderwirtschaft in der Steiermark praxisnah vermitteln zu können, führte die Reise weiter zum Zuchtbetrieb der Familie Aigner Walter nach Turnau. Die knapp 40 Kühe des Bestandes leisten aktuell einen Herdenschnitt von über 11.000 kg Milch bei über 3,60 % Eiweiß. Die Herde beeindruckte die Experten in Euterqualität, Kaliber und Korrektheit. Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Busfahrt auf die Turnauer Alm. Das Weidegebiet steht im Gemeinschaftsbesitz der Bauern und wird mit über 100 Kalbinnen bestoßen. Weidehaltung und Low Input Systeme sind in Irland weitverbreitet und führten daher zu einem regen Austausch der Gäste mit Jungbauer Johannes Aigner.

Mit steirischer Gastlichkeit und Kulinarik klang der intensive Tag für die Gruppe aus Irland im Mariazellerland aus.

Die Rinderzucht Steiermark bedankt sich bei den Züchterfamilien Friedl und Aigner stellvertretend für alle Betriebe der Steiermark, die immer wieder gerne bereit sind ihre Hof- und Stalltüren für interessierte Besucher aus dem In- und Ausland zu öffnen und somit wichtige Botschafter für die Marken Rinderzucht Steiermark und GENOSTAR sind.

 

Ing. Reinhard Pfleger                                                                       06.07.2018