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Zuchtrinderversteigerung, 17.11.2020, Traboch

Hervorragende Zuchtrinderpreise stimmen optimistisch

Zeitgleich mit dem in Kraft getretenen Lock Down zur Eindämmung der Corona Pandemie fand die Zuchtrinderversteigerung in Traboch mit einem breitfächerten Angebot von über 170 Zuchtrindern aus 4 verschiedenen Rassen und allen Alterskategorien statt.

 


Eine Veranstaltung wie eine Zuchtrinderversteigerung in Zeiten wie diesen abhalten zu können, ist alles andere als selbstverständlich und nur unter Einhaltung des Maßnahmenpapiers der ZAR in Abstimmung mit den Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit möglich. Die Sicherheitsmaßnahmen mit verpflichtendem Mund-Nasenschutz und der Einhaltung der Abstände wurde in bester Disziplin der Vermarkter und Käufer lückenlos eingehalten.

Obmann Matthias Bischof konnte trotz der unsicheren Rahmenbedingungen Kaufinteressenten aus der Steiermark und nahezu allen Bundesländern in Österreich in Traboch begrüßen. Viele Kaufinteressenten nahmen auch das immer beliebter werdende Service des Treuhandkaufes durch die Experten der Rinderzucht Steiermark in Anspruch.

Auch in absoluten Corona Krisenzeiten ist es der Rinderzucht Steiermark gelungen für die Zahl an gemeldeten Tieren, auch Kaufinteressenten zu gewinnen. Umfangreiche Ankäufe der österreichischen Zuchtviehhandelspartner sowie Interesse aus Italien und Slowenien sorgten für eine nahezu 100 % Räumung des Angebotes.

Fleckvieh

Das Angebot von über 60 Zuchtkälbern und Jungkalbinnen konnte zu für die Verkäufer sehr zufriedenstellenden Preisen abgesetzt werden. Mit Nachfrage aus Exportmärkten gepaart mit privater Nachfrage von Aufzuchtbetrieben konnte ein zügiger Absatz erreicht werden. Die Kategorie der Kuhkälber schloss bei hohen 616 Euro und die der Jungkalbinnen bei ebenfalls hohen 1005 Euro Zuschlagspreis im Schnitt. Die gefragtesten Tiere waren eine mischerbig hornlose GS MURTAL Pp Tochter aus der Zucht von Elisabeth Glöglburger, St. Peter sowie eine gut typisierte HERMELIN Jungkalbin aus dem Betrieb von Peter Peiner in Voitsberg.

Das Angebot an Kühen in Milch war mit über 50 angebotenen Tiere breit. Die Jungkühe präsentierten sich standorttypisch leistungsstark mit hoher Qualität in den Eutermerkmalen.  Erfreulich starke bäuerliche Nachfrage und ein wahrer Run auf Jungkühe aus biologisch geführten Betrieben ermöglichte einen im Vorfeld nicht erwarteten Durchschnittspreis von über 2000 Euro netto. Bemerkenswert war, mehr als 50 % der angebotenen Jungkühe über 2.000 Euro Zuschlagspreis erzielen konnte und sogar 2mal die 3000 Euro Marke überboten wurde. Bei den konventionellen Jungkühen reihten sich 3 Jungkühe des Zuchtbetriebes Christoph Eichberger, St. Margareten an die Spitze der gefragtesten Tiere. Diese 3 Jungkühe (V: Miami, Worldcup, Imperativ) hatten Schauqualität und verblieben im Zuchtgebiet der RSTM. Der besagte Run auf Bio-Jungkühe schlug sich in der Preisbildung von 2 leistungsstarken Tieren der Zuchtbetriebe Hubmann Michael, St. Peter und Dullnig Reinhard, Murau nieder für die ihre neuen Besitzer bereit waren Schlussgebote von 3000 Euro zu legen. Die Preisbildung der Kategorie der Jungkühe war einmal mehr von der garantierten Milchmenge abhängig.

Das Angebot an trächtigen Kalbinnen war diesmal geprägt von vielen Tieren, die mit außergewöhnlich guter Entwicklung und besten Körper- und Exterieureigenschaften zu überzeugen wussten. Die anwesenden Viehhandelspartner Schalk und Genetik Austria sowie eine durchaus breite bäuerliche Nachfrage sorgten für einen sehr positiven Marktverlauf, wobei Tiere mit Körper und entsprechenden Trächtigkeiten zu Spitzenpreisen verkauft werden konnten. Unser steirischer Viehhandelspartner Firma Schalk agierte sehr offensiv und sicherte sich die besten Tiere der Auktion für seine Kunden. Im Schnitt schloss die Kategorie bei fast 1900 Euro Zuschlagspreis und 15 Tieren für die über 2000 Euro geboten wurde. Eine Absatzlage, wie sie selten zuvor in den letzten Jahren am Standort Traboch gegeben war. Auch bei den Kalbinnen waren Bio-Tiere stark nachgefragt. Die Topseller waren 2 kapitale Tiere aus den Betrieben Cornides Hannes, Landl (V: GS MONSIEUR) und Windisch Johann, Passail. (V: HAZARI)

Holstein und Brown-Swiss

Die Abteilung der Milchrassetiere der Rassen Holstein und Brown-Swiss war mit insgesamt 12 Tieren beschickt. Highlight der Holstein Jungkühe waren 2 Spitzentiere aus der Zuchtstätte Riegler Thomas, Langenwang, die mit hohen garantierten Milchmengen und bestechenden Euterqualitäten das Interesse der Käufer auf sich zogen. Eine makellose CLASSIC Tochter markierte den Spitzenpreis der Kategorie. Die Aktivitäten eines Viehhandelspartners aus Südtirol sicherte den vollständigen Verkauf der Holstein Tiere.

Pinzgauer

Gute Nachfrage erlebten auch die beiden angebotenen Tiere der Rasse Pinzgauer, wobei eine trächtige Kalbin aus dem Zuchtbetrieb Kochgruber, Unzmarkt ihrem neuen Besitzer knapp 2000 Euro Gebot wert war.

Die vom Land Steiermark gewährte Ankaufsbeihilfe für Kühe und Trächtige Kalbinnen wirkte einmal mehr markstabilisierend und ist eine essentielle Unterstützung der steirischen Rinderwirtschaft.

Abschließend gilt unser Dank allen Verantwortungsträgern in Bund und Land, die durch ihr Wirken die Aufrechterhaltung der zentralen Zuchtrindervermarktung ermöglichen sowie der zuständigen Behörde mit Amtsveterinär Dr. Kaltenegger für die bestens funktionierende Zusammenarbeit.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen der Rinderzucht Steiermark eG finden an folgenden Terminen statt:

Dienstag, 24.11.2020 in Greinbach
Donnerstag, 3.12.2020 in St. Donat
Donnerstag, 14.1.2021 in Traboch

Reinhard Pfleger                                                                                 17.11.2020