Aktuelle Termine

17.11.2020 Zuchtrinderversteigerung Traboch
24.11.2020 Zuchtrinderversteigerung Greinbach
20.03.2021 Dairy Grand Prix Austria
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Zu Besuch bei der Elite der slowenischen Fleckviehzucht

Die Entwicklung der Fleckviehzucht in Slowenien wird in der europäischen Fleckviehfamilie als sehr positiv beobachtet und ist untrennbar mit der Arbeit von Zuchtleiter Joze Smolinger verbunden. Smolinger lud die neu gewählten Funktionäre der RSTM nach Slowenien ein um ein Treffen mit deren ebenfalls neu im Amt befindlichen Kollegen zu organisieren.  Obmann Matthias Bischof, Obmann Stellvertreter Bernhard Schrinhofer und Geschäftsführer Reinhard Pfleger machten sich daher auf die Reise zu einem Besuch bei Freunden in Slowenien.  


Am Betrieb der Familie Podkubovsek konnte eine züchterisch sehr interessante Herde besichtigt werden. Der Bestand umfasst 20 Kühe mit einer Herdenleistung von über 9000 kg und wird im Anbindestall gehalten. Fast die komplette Herde geht auf Kühe aus der Steiermark zurück. Mit den beiden slowenischen Elitestieren MANSI (V: MANTON) und DAKSI (V: DAX) gezogen aus steirischen Stiermüttern konnte der neu gewählte Vizepräsident und Vorsitzende des Zuchtausschusses Andrej Podkubovsek von beachtlichen Erfolgen berichten. Die Herde steht unmittelbar vor dem Umzug in eine große, moderne Milchviehanlage.  


Der Betrieb der Familie Hohler umfasst 33 Kühe, die im Anbinde- und Laufstall gehalten werden und eine sehr hohe Herdenleistung von über 9500 kg haben. Auch am Betrieb von Jerney Hohler, der ebenfalls neu gewählter Vizepräsident ist, finden sich viele Spitzenkühe mit steirischen Wurzeln. Besonders ins Auge stach der steirischen Delegation eine SISYPHUS Tochter, die Jerney auf der Zuchtrinderversteigerung in Traboch vom Betrieb Hacksteiner Hannes, Unzmarkt erworben hat. Diese Kuh hat das Potential auch auf großen Schauen in Österreich um die vorderen Plätze mitzumischen. Auch der Betrieb Hohler steht unmittelbar vor einer Investition in eine neue Milchviehanlage mit Volltechnisierung in den Bereichen Füttern, Melken und Entmisten.  
Auch der neu gewählte Präsident der slowenischen Fleckviehzucht Primoz Pevec wurde besucht. Der junge Betriebsführer investierte bereits vor einigen Jahren in eine moderne Milchviehanalage und kaufte seither fast 20 genetisch hochwertige Tiere auf den Versteigerungen der RSTM in Traboch und Greinbach.  Die qualitativ außergewöhnliche Herde weist einen aktuellen Herdenschnitt von über 9000 kg bei 60 Kühen auf.  Der Betrieb ist hinsichtlich des Management hervorragend geführt. In Fütterung und Rationsgestaltung wird professionell gearbeitet und auch auf österreichische Beratung zurückgegriffen.  Eine 2017 vom Betrieb Hiebaum Benedikt erworbenen GS REMMEL Tochter ist mit 150 Punkten, die aktuell höchste Kuh nach Milchproduktionsindex der slowenischen Fleckviehzucht. Neben mehreren hervorragenden Kühen aus den steirischen Zuchtstätten Sommersguter, Wenigzell und Brunnhofer, Gasen fielen auch Töchter von GS INROS, gezogen aus slowenischer Genetik positiv auf.   


Die Verbesserung von Milchleistung und Euterqualität stehen nach wie vor an oberster Stelle, wenn Züchter und Zuchtleitung nach Ihren Zielen für die Zukunft gefragt werden. Es ist zu hoffen, dass Genetik aus dem Besamungsverbund GENOSTAR für eine erfolgreiche Entwicklung in diese Richtung etwas beitragen kann.  Die Fleckviehzüchter aus Slowenien sind ein wichtiger Partner der Rinderzucht Steiermark im Absatz von hochwertigen Zuchtrindern. Die Erfolge der slowenischen Züchter mit den steirischen Tieren gibt dem eingeschlagenen Weg der Zusammenarbeit mehr als Recht.

Reinhard Pfleger