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Land Steiermark schnürt Corona-Hilfspaket

Neben den Unterstützungen der Bundesregierung hilft auch Land Steiermark den Bäuerinnen und Bauern

Als erstes und bisher einziges Bundesland hat das Land Steiermark für die steirischen Bäuerinnen und Bauern ein Hilfspaket geschnürt. Es besteht aus einem Maßnahmenbündel mit vier wesentlichen Teilen: dem Rinderpaket, dem Forstpaket, dem Liquiditätspaket und dem Nothilfepaket. „Die Corona-Krise trifft unsere Bäuerinnen und Bauern hart. Für mich ist es selbstverständlich, ihnen mit tatkräftiger Hilfe zur Seite zu stehen“, unterstreicht Landesrat Johann Seitinger, der dieses Hilfspaket mit der Landesregierung und in Abstimmung mit der Kammerführung auf den Weg gebracht hat. „Dieses Hilfspaket ist ein wichtiges Signal an die steirischen Bäuerinnen und Bauern, vor allem auch an die stark betroffenen Rinderbauern und Waldbesitzer. Es entlastet darüber hinaus bei Liquiditätssorgen und ermöglicht eine existenzsichernde Notstandshilfe“, betont Kammerpräsident Franz Titschenbacher. Sein Dank gilt LH Hermann Schützenhöfer, LH-Stv. Anton Lang und Agrarlandesrat Johann Seitinger. Neben dem Maßnahmenpaket für die Landwirtschaft richtet das Land Steiermark für arbeitslos gewordene Arbeitnehmer eine Corona-Arbeitsstiftung ein, unterstützt den Tourismus mit einem Investitionspaket und entlastet Familien rückwirkend für zwei Monate von Elternbeiträgen an Betreuungseinrichtungen. Darüberhinaus werden die Gesundheitsdienstleister vom Krankenhaus bis zur mobilen Hauskrankenpflege bei der Beschaffung von Schutzausrüstung unterstützt. Bei der Präsentation des Hilfspaketes für die Land- und Forstwirtschaft ging LH Hermann Schützenhöfer auf die coronabedingt schwierige Situation der Bäuerinnen und Bauern ein und hob insbesondere die notwendige Hilfe für die Rinderbauern hervor. Der Landeshauptmann: „Unseren Rinderbäuerinnen und Rinderbauern verlangt die Corona-Krise besondere Härten durch massive Einkommenseinbußen durch den Wegfall des Außer-Haus-Verzehrs in Gastronomie und Großküchen ab“. Das geschnürte Rinderpaket solle zur Abmilderung des Preisverfalls beitragen, sagte Schützenhöfer. Stark im Fokus der beiden Regierungsspitzen ist auch die Forstwirtschaft. Sie spiele bei der Bekämpfung des Klimawandels eine wichtige Rolle. LH-Stv. Anton Lang: „Gerade deshalb brauchen die Forstwirte eine rasche Hilfe. Das Land unterstützt die Errichtung von Nass- und Trockenlagern, um unsere Wälder vor Borkenkäfer-Kalamitäten wirksam und effizient zu schützen“.

Corona-Hilfe für Rinderbauern (Rinderpaket)

Damit sollen Umsatzeinbußen bei der Schlacht- und Zuchtrindervermarktung abgefedert, die Vermarktung in Richtung Schlachthöfe sowie über Versteigerungen und Exporte von Zuchtrindern aufrechterhalten werden. Ansuchen können natürliche und juristische Personen, die einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Steiermark führen. Entschädigungszeitraum: 1. April bis 30. Juni 2020. Anträge sollen über ein einfaches Formular online über die Homepages der Rinderzucht Steiermark und der Erzeugergemeinschaft Steirisches Rind gestellt werden können. Für maximal 10 Schlachtkühe und 50 sonstige Schlachtrinder beträgt die Entschädigung: 140 Euro pro Schlachtkuh, 100 Euro pro männliches Schlachtrind, 70 Euro je Kalbin und 30 Euro je Kalb bis 12 Monate. Zuchtrinder: Kühe und trächtige Kalbinnen werden mit 200 Euro sowie Jungrinder mit 150 Euro unterstützt. Am Antragssystem wird mit Hochdruck gearbeitet. Die Antragsstellung wird über die Homepage der Rinderzucht Steiermark (www.rinderzucht-stmk.at) bzw. der Erzeugergemeinschaft steirisches Rind (https://www.ezg-steirischesrind.at/) möglich sein. Antragsstellung ist nur online ab 28. Mai 2020 möglich.

Links:
COVID-19-Schlachtrinder-Richtlinie
COVID-19-Zuchtrinder-Richtlinie

Textquelle: LK-Steiermark www.stmk.lko.at