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Jungzüchterausflug Bayern

Ein Reisebus mit mehr als 40 motivierten Jungzüchtern und Jungzüchterinnen startete am 29. Februar die Reise Richtung Deutschland.

Den ersten Stopp legten die Jungzüchter*innen in Schechen in Bayern, beim Betrieb Niedermaier Martin ein. Dieser führt einen 350 Kuh Holsteinbetrieb mit einer Leistung von 10.500 kg. Neben der Milchproduktion betreibt er auch eine 100 kW Biogasanlage. Die Jungzüchter*innen hörten dem Betriebsführer bei seiner Vorstellung sehr aufmerksam zu, denn er erklärte gerne und ausführlich wie man mit einer Kuh wirtschaftlich arbeiten kann. Sehr interessant war auch, seine Philosophie rund um das Einsetzten von Antibiotika.

 

Er verzichtet im Betrieb, außer beim selektiven Trockenstellen, gänzlich auf Antibiotika, und das hat einen Grund. „Ich will als großer Betrieb für die Medien in dieser Hinsicht nicht angreifbar sein“, so der Betriebsführer.

Nach der ersten Besichtigung ging es für die Jungzüchter ins rund zwei Stunden entfernte Gessertshausen, zum Betrieb Georg und Andreas Kraus GbR. Dieser Betrieb arbeitet mit 250 Fleckviehkühen und einem GEA Melkrobotersystem mit 7 Boxen. Zusätzlich wird auch eine 240 kW Biogasanlage betrieben. Das Leistungsniveau ist mit rund 11.000 kg beachtlich. Besonders bekannt ist der Betrieb durch die A2-Wohlfühlmilch die mit rund 70 Kühen des Betriebes produziert wird. Die A2-Milch steht derzeit in besonderer Diskussion, da sie durch eine andere Eiweißstruktur angeblich besser verträglich sei. Diese Milch kann nur von genetisch besonderen Tieren produziert werden, der Betrieb fokussiert deshalb weitestgehend die Züchtung dieser besonderen Tiere. Der Betrieb kann die Wohlfühlmilch sehr gut direktvermarkten und findet daher große Beliebtheit in der Umgebung.

Das große Highlight des Tages, war mit Sicherheit der Besuch der 7. Bayrischen Jungzüchter Night-Show in Wertingen. Tagsüber stellten sich die Bambinis und Jungzüchter mit Jungrindern unter Beweis. Abends präsentierten die 150 Jungzüchter die besten Fleckvieh, Holstein und Braunviehkühe aus ihren Betrieben. Mit einer beeindruckenden Licht- und Musikshow kreierten die bayrischen Jungzüchter eine stimmungsvolle Atmosphäre, in der sie die Champions des Abends in Typ- und Vorführbewerben kürten. Die Krönung war die Jungzüchterdisco im Anschluss, bei der die ganze Halle voll motiviert mitfeierte.

Am Tag der Heimfahrt legten die Steirer*innen einen kurzen Zwischenstopp beim Mandlberggut in Salzburg ein. Das Familienunternehmen, mit Blick auf den Dachstein, ist sehr breit aufgestellt. Rund 50 verschiedene Schnäpse und Liköre, Naturheilprodukte und Kosmetik aus Latschenkiefernöl und Zirbenkiefern werden auf den über 1000m Seehöhe hergestellt. Daneben wird aber auch ein Bergkaffee betrieben und eine Landwirtschaft mit Mutterkühen.

Das Wochenende war nicht nur informativ und von fachlichen Inputs geprägt, sondern auch der Zusammenhalt unter den Jungzüchtern wurde gestärkt.

Besonders imposant war, die Jungzüchterarbeit über die Grenzen hinaus zu beobachten, und mit der gemeinsamen Gesprächsbasis konnten neue Kontakte und Freundschaften zu unseren bayrischen Nachbarn geknüpft werden.

Schirnhofer Julia                                                                             23.03.2020