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Tag der Funktionäre der Rinderzucht Steiermark 2020

Als Auftaktveranstaltung zur großen Informationstour der Rinderzucht Steiermark zu den insgesamt 46 Generalversammlungen der Primärgenossenschaften fand der „Tag der Funktionäre“ statt.

Im Rinderzuchtzentrum Traboch waren Obmänner und Geschäftsführer der lokalen Viehzuchtgenossenschaften geladen. Neben Informationsfluss auf direktem Weg bietet der Tag der Funktionäre auch die Möglichkeit Fragen und Anliegen der Basisorganisationen gemeinsam mit den Verantwortungsträgern der Rinderzucht Steiermark zu diskutieren.

Obmann Matthias Bischof eröffnete und resümierte seine Eindrücke aus dem abgelaufenen Züchterjahr. Er skizzierte das aktuell herausfordernde Umfeld, in dem sich Landwirtschaft und Rinderzucht befinden. In Zeiten des Wandels und der stetigen Veränderung sei auch die RSTM gefordert im Schulterschluss mit den Primärgenossenschaften mit Einigkeit und Zielstrebigkeit die Herausforderungen unserer Zeit in Angriff zu nehmen.

Geschäftsführer Ing. Reinhard Pfleger bot in seinen Ausführungen einen Überblick, wie die RSTM versucht ihrem Leitbild der „Vorteilsgemeinschaft Rind“ in den Aufgabenbereichen Zucht, Besamung, Vermarktung und Beratung gerecht zu werden. Ebenso wurde das Zuchtprogramm der Rasse Fleckvieh in Philosophie, Ausrichtung und Umsetzung und die erreichten Erfolge dargestellt. Ebenso unterstrich er mit mehreren Auswertungen die Konkurrenzfähigkeit des Besamungsunternehmens GENOSTAR. Als Basis dafür sieht Pfleger die engmaschige Zusammenarbeit mit der RSTM in der Umsetzung der Zuchtprogramme.

Zuchtleiter Hans Terler stellte die Zucht der Milchrassen in der Steiermark vor und informierte in seinem Bericht über die Ausrichtung der Zuchtziele von Braunvieh, Holstein und Jersey in der Steiermark und deren praktische Umsetzung in den Zuchtprogrammen und präsentierte die Erfolge der steirischen Milchrinderzucht.

DI. Franz Pirker, Zuchtleiter der Fleisch- und Generhaltungsrassen in der RSTM, informierte die Funktionäre über die Entwicklung der Betriebs- und Tierzahlen der insgesamt 14 verschiedenen betreuten Rassen.

Die Themenfelder Markt und Export beleuchtete Vermarktungsleiter Georg Steiner. Der Bericht teilte sich in einen Rückblick auf das Vermarktungsjahr 2019 mit wieder deutlichen Zuwächsen in der Beschickung der Nutzrindermärkte in Traboch sowie einer durchaus positiven Bilanz im Zuchtrinderexport. Anschließend brachte Steiner einen Ausblick auf das Jahr 2020 mit den Strategien der Organisation in den verschiedenen Vermarktungsschienen.

Höhepunkt der Veranstaltung war mit Sicherheit der Beitrag von Dr. Simone Steiner. Sie berichtete über ihre Begleitung eines Zuchtrindertransportes nach Aserbaidschan und eines Kälbertransports nach Spanien im Auftrag von Rinderzucht Austria. Mit Bild- und Videomaterial konnte eindrucksvoll gezeigt werden, dass die Tiere trotz mehrtägiger Reise keinem Stress oder gar Leid ausgesetzt werden. Alle gesetzlichen Bestimmungen werden genau eingehalten. Der Transport von Zuchtrindern aus Österreich untersteht der genauen Kontrolle der Behörden und weist hohe Qualitätsstandards auf. Das erstellte Videomaterial soll Züchtern und Verantwortungsträgern als hilfreiches Argument in der gesellschaftlich kontroversiell geführten Diskussion über den Transport von Zuchttieren dienen.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen klang eine Veranstaltung des wertvollen Wissensaustausches nach unserem Leitbild „Gemeinsam mit Weitblick für unsere Betriebe“ positiv aus.

Ing. Reinhard Pfleger                                                                           24.01.2020