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10 Jahre GENOSTAR – Nachzuchtschau Traboch 25.10.2019

Töchter von Genostars überzeugten

Auf der Zuchtprogrammschau von GENOSTAR am 25.10.2019 in Traboch gelangten überwiegend Töchter von GENOSTAR-Vererbern zur Ausstellung. Zusätzlich wurden Töchtersammlungen von vier Vererbern dem Fachpublikum vorgestellt. Nachzuchtschauen haben auch in modernen Zuchtprogrammen zur Überprüfung der Richtung in der Zucht ihren Platz.

GS FIREWALL (FEUERSTEIN x VASIR)

Züchter: Mossauer Hubert, Kammern im Liesingtal, Steiermark
Die Töchter von GS FIREWALL zeigten sich auf der Nachzuchtschau in Traboch sehr einheitlich mit viel Größe, Tiefe und Breite sowie langen, optimal gelagerten Becken. Die richtig gewinkelten Hinterbeine zeigten Korrektheit in allen Einzelmerkmalen, mit in der Tendenz etwas mehr Knochensubstanz. Die hoch angesetzten Euter hatten ein gutes Zentralband, die Striche waren optimal platziert und ließen Vorzüge in der Voreuteraufhängung und Voreuterlänge erkennen. Insgesamt kann GS FIREWALL bei entsprechender Entwicklung des Leistungszuchtwertes ein sehr interessanter Stier in der nationalen und internationalen Braunviehzucht.


GS DAILY (DELL x VANSTEIN)

Züchter: Ederer Notburga, Purgstall, Niederösterreich

GS DAILY war als Sohn des ausgesprochenen Eutervererbers DELL ein Stier mit viel Vorschusslorbeeren. Seine fünf Töchter präsentierten sich in Traboch mit viel Jugendlichkeit und Entwicklungspotenzial, aber absolut korrekt in den Fundamenten. Die drüsigen Euterkörper waren hoch angesetzt mit zeigten eine sehr gute Vordereutereinbindung. Das jugendliche Erscheinungsbild in Verbindung mit der Euterqualität lassen haltbare Kühe erwarten. GS DAILY verbessert die Inhaltsstoffe und den Kalbeverlauf.

 

GS WATUSSI (WILDGAST x RALDI)

Züchter: Hametner Maria, Leiben, Niederösterreich

Von GS WATUSSI sind noch nicht so viele Töchter in Milch. Im Zuge der Selektion für die Genostarschau fielen aber mehrere gute Töchter so positiv auf, sodass man sich kurzfristig für eine Töchtergruppe entschied. Hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit scheint GS WATUSSI kaum hinter dem Niveau von GS WATTKING zu liegen. Seine sieben Töchter zeigten sich in der richtigen Entwicklung und in gut mittlerem Rahmen. Die trockenen Fundamente und die sehr drüsigen Euterkörper mit einem deutlichen Zentralband zeichneten die Jungkühe besonders aus.


GS WATTKING (WATT x REUMUT)

Züchter: Freigassner Gerhard, Weisskirchen, Steiermark

GS WATTKING-Töchter spielen in der höchsten Leistungsliga. 68 Hunderttageleistungen liegen bei 3.116 kg Milch, womit WATTKING die hohen Erwartungen aufgrund der Leistungsfähigkeit seiner Kuhfamilie voll erfüllen konnte. Daher blickte man gespannt auf das Exterieur der sechs vorgestellten Töchter. Die in der Kapazität überdurchschnittlichen Jungkühe bewegten sich auf fehlerfreien Fundamenten. Ins Auge fielen aber insbesondere die drüsigen, gut beaderten Euter, die hinsichtlich Strichplatzierung, Zentralband und Vordereuterverlauf keine Wünsche offen ließen. Damit spielten seine Töchter auch in der Rangierung der Jungkühe im Schaubewerb keine unwesentliche Rolle.



Resümee

Die Qualität der präsentierten Töchtergruppen war überzeugend. Insbesondere in den Nutzungsdauer relevanten Merkmalen Fundament und Euter war das Niveau sehr hoch. Die Jungkühe präsentierten sich zudem jugendlich und zeigten Entwicklungspotenzial. Dass bei den Jungkühen zwei Gruppen- sowie zwei Gruppenreservesiege an Töchter von GS WATTKING und GS WATUSSI gingen und schließlich eine GS WATTKING-Tochter den Championtitel der Jungkühe holte, unterstreicht die Konkurrenzfähigkeit dieser Vererber. Der Typ der gezeigten Töchtersammlungen verkörpert die Zuchtphilosophie von GENOSTAR.                     

DI Peter Stückler                                                                                 28.10.2019