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Steiermärkisches Tierzuchtgesetz 2019 - Vatertierhaltungsförderung weiterhin gesichert

Der Steiermärkische Landtag hat Mitte September ein neues Tierzuchtgesetz beschlossen. Dies war notwendig, weil seit 1. November 2018 die neue EU-Tierzuchtverordnung in Kraft ist. Auf landesgesetzlicher Ebene waren Regelungen für die innerstaatliche Durchführung der unmittelbar anwendbaren Bestimmungen des neuen Tierzuchtrechts der Europäischen Union festzulegen.

 

 

Die zentralen Ziele des Tierzuchtgesetzes sind:

  • Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Nutztiere, der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der tierischen Erzeugung,
  • Gewährleistung der erforderlichen qualitativen Anforderungen an die von den Tieren gewonnen Erzeugnisse,
  • Gewährleistung der genetischen Qualität und Vielfalt der Nutztiere.


Das Tierzuchtgesetz umfasst hauptsächlich folgende Maßnahmen:

  • Regelungen über die Anerkennung von Zuchtverbänden, über die Genehmigung von Zuchtprogrammen sowie der Durchführung von Leistungsprüfungen und Zuchtwertschätzungen.
  • Regelungen über den Wirtschaftsverkehr mit Zuchttieren und deren Samen sowie von Eizellen und Embryonen.
  • Regelungen über Behörden, den Tierzuchtrat und deren Tätigkeit.


Die Weiterführung der Förderung für die Vatertierhaltung bzw. die künstliche Besamung ab Inkrafttreten der neuen EU-Tierzuchtverordnung hatte aus Sicht der Landwirtschaftskammer Steiermark und der betroffenen Tierzuchtverbände höchste Bedeutung im Rahmen der Umsetzung des neuen EU-Tierzuchtrechts. Es ist daher sehr erfreulich, dass dieser Fördertatbestand im neuen Steiermärkischen Tierzuchtgesetz weiterhin abgesichert werden konnte.

Die Förderung der Vatertierhaltung bzw. der künstlichen Besamung leistet einen wichtigen Beitrag zum Erreichen eines bestmöglichen Zuchtfortschrittes sowie zur Erhaltung der genetischen Diversität und sichert den steirischen Betrieben einen Qualitätsvorsprung und damit auch eine entsprechend höhere Wertschöpfung. Enorme Bedeutung hat diese Fördermaßnahme auch für die Absicherung und den Fortbestand der zahlreichen Viehzuchtgenossenschaften als Dienstleister für die tierhaltenden Betriebe.

Dr. DI Horst Jauschnegg                                                                      17.10.2019