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Elektronische Rinderohrmarken

Durch die Änderung der Rinderkennzeichnungs-Verordnung 2008, ausgegeben am 30. September 2019, sind alle neu geborenen Kälber oder aus Drittstaaten importierte Rinder ab sofort mit einer elektronischen Ohrmarke zu kennzeichnen.

Die elektronische Ohrmarke

Die elektronische Ohrmarke ist als Passiv-Transponder mit FDX-B-Technologie ausgeführt und entspricht den Normen ISO 11784 und 11785. Am Transponder ist die Lebensnummer des Tieres gespeichert, welche mit Lesegeräten nach der ISO Norm 11785 ausgelesen werden kann. Fütterungsautomaten, Melkroboter, Viehwaagen etc., welche mit geeigneten Lesegeräten ausgestattet sind, können die Lebensnummer auslesen und weiterverarbeiten.

Die Ausgabe der Ohrmarken durch die AMA erfolgt gegen einen Kostenersatz von 3 Euro je Ohrmarkenpaar. Um allfällige Restbestände von „alten Ohrmarkenpaaren“ auf den Betrieben abbauen zu können, ist deren Verwendung noch bis 30.4.2020 möglich. Eine Kostenerstattung für nicht benötigte Ohrmarkenpaare ist nicht vorgesehen.

Wenn Verlustohrmarken oder unlesbar gewordene Ohrmarken nachbestellt werden besteht für Tiere, die nach dem alten System gekennzeichnet sind, die Möglichkeit eine konventionelle oder eine elektronische Ohrmarke nachzubestellen. Bei Nachbestellung einer Verlustohrmarke für ein bereits nach dem neuen System gekennzeichnetes Tier muss angegeben werden, ob eine Ohrmarke mit oder ohne Chip benötigt wird. Konventionelle als auch elektronische Ersatzohrmarken kosten gleich viel.

Technische Probleme in bestehenden Systemen

Elektronische Stalleinrichtungssysteme für Tränkeautomaten, Kraftfutterstationen, Viehwaagen, Melkroboter etc. bedürfen möglicherwiese einer Anpassung um mit den neuen elektronischen Ohrmarken vereinbar zu sein. Bisher gibt es wenige bekannte Fälle in denen es zu Problemen gekommen ist. Dennoch wird zur Lösung von Anlaufschwierigkeiten jenen Betrieben, die mit entsprechenden Systemen arbeiten, genügend Zeit zur Verfügung gestellt, um notwendige Anpassungen vorzunehmen.

Informationen zur Kompatibilität zwischen elektronischen Ohrmarken und dem verwendeten elektronischen System und möglichen Anpassungen sind bei den Herstellern erhältlich. In begründeten Einzelfällen und bei Vorhandensein bestimmter technischer Stalleinrichtungssysteme werden auf Basis eines entsprechenden Antrags (Formblatt AMA) an diese Betriebe weiterhin konventionelle Ohrmarken zur Kennzeichnung von Kälbern versendet.

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass für die große Mehrheit der Betriebe mit keinerlei Problemen durch die neuen Ohrmarken zu rechnen ist. Für diese Betriebe gilt weiterhin, dass bestehende Altbestände an konventionellen Ohrmarken noch bis spätestens 30.04.2020 verwendet werden können.

Rote Ohrmarkenzange erforderlich

Für das Einziehen der elektronischen Allflex-Ohrmarken ist die Allflex-Ohrmarkenzange in roter Farbe erforderlich. Mit der meist noch auf den Betrieben vorhandenen Ohrmarkenzange in blauer Farbe können nur konventionelle Ohrmarken ohne Chip eingezogen werden.

Wie kommt man zur roten Ohrmarkenzange?

  • Alle LKV-Mitgliedsbetriebe in der Steiermark erhalten die Ohrmarkenzange kostenlos vom zuständigen LKV-Mitarbeiter.
  • Nicht-LKV-Betriebe können die rote Ohrmarkenzange zum Preis von 11,40 Euro bei der Fa. Jacoby bestellen (Tel. 06245/895127, E-Mail: Seewald.Christian@jacoby-gm.at) oder auf den Marktstandorten der Rinderzucht Steiermark in Greinbach oder Traboch beziehen.

DI Peter Stückler , DI Evelyn Zarfl                                                       03.12.2019