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Zuchtrinderversteigerung Greinbach - 01.10.2019

„Licht und Schatten“

Die Versteigerung im Oktober in der steirischen Greinbachhalle fand bei schönstem Herbstwetter statt.  Die Bauern der Ost- und Weststeiermark dürften diese Bedingungen zur Erledigung der Herbstarbeiten auf den Feldern genutzt haben, sodass der Besuch der Versteigerung hinter den Erwartungen zurückblieb.

Obmann Matthias Bischof konnte Kaufinteressenten aus der Steiermark, Niederösterreich, Kärnten und dem Burgenland begrüßen. Ebenfalls stattete der Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, ÖR. Franz Titschenbacher der Versteigerung einen Besuch ab und trat mit den anwesenden Züchtern ins Gespräch.

Der Verlauf der Versteigerung gestaltete sich von Beginn weg mit den Kategorien der Kuhkälber und Jungkalbinnen schleppend und stark qualitätsbezogen. Eine doch große Zahl an Jungtieren konnte für deren Besitzer keine zufriedenstellenden Gebote erreichen und wurden zum Letztzuschlag nicht abgegeben. Zuchtkälber, die noch nicht von der Milch abgesetzt sind, sind aktuell auf den Zuchtrindermärkten in der Steiermark schwer bis kaum absetzbar. Nachgefragt sind sichere Fresser mit guter Entwicklung und exportfähigen Pedigrees. Für diese Qualitäten sorgten Aufzuchtbetriebe aus den benachbarten Bundesländern für einen halbwegs zufriedenstellenden Absatz.

Das Angebot der Jungrinder war auch diesmal wieder gespickt mit genetisch interessanten Tieren mit hohen Typiserungsergebnissen und vielversprechenden Linienkombinationen. Highlight dieser Gruppe war ein Jungrind der Kombination WIKINGER x JACK aus dem Zuchtbetrieb Tuttner Franz, Pöllau, das nach einem heftigen Bieterduell über mehrere Treuhandkäufer aus dem In- und Ausland schließlich zum Tageshöchstpreis der weiblichen Tiere in einen Spitzenzuchtbetrieb nach Oberösterreich ging. Aus derselben Zuchtstätte stammte auch das begehrteste Kuhkalb, eine mischerbig hornlose GS MUNDL Tochter, die im niederösterreichischen Waldviertel eine neue züchterische Heimat finden wird.

Die vom Land Steiermark gewährte Qualitätsförderung für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern stabilisierte den Absatz der weiblichen Großrinder wiederum deutlich.

Das Angebot der Jungkühe war auch diesmal qualitativ sehr ansprechend, was Leistungsfähigkeit und Genetik der angebotenen Tiere betraf. Die durchschnittlich garantierte Milchmenge lag bei den Jungkühen bei hohen 31 kg. Die Abteilung der laktierenden Tiere traf auf deutlich breitere Nachfrage als die der Jungtiere. Trotz der nach wie vor durchwachsenen Situation am Milchmarkt wurde die gute Qualität der Tiere von den Käufern mit ordentlichen Geboten quittiert, wobei die Höhe der garantierten Milchmenge eindeutig der entscheidende Faktor der Preisbildung war. Die Highlights der Jungkühe waren eine leistungsstarke GS WOHLTAT Tochter aus dem Betrieb Pusterhofer Jürgen, Rettenegg und eine GS WATTKING Tochter aus der Zuchtstätte Brunnhofer Hubert, Gasen, die zu Zuschlagspreisen von deutlich über 2000 Euro den Besitzer wechselten.

Das kleine und qualitativ etwas unterschiedliche Angebot an trächtigen Kalbinnen konnte dank guter Nachfrage von heimischen und kroatischen Züchtern mit einem Durchschnittspreis von knapp über 1700 Euro Zuschlag verkauft werden. Gefragteste Kalbin war eine korrekte MAGIC Tochter aus dem Betrieb Kern Peter, Vorau die von einem Züchter aus Gleisdorf erworben wurde.

Das Segment der Herdebuchstiere konnte diesmal relativ zufriedenstellend für die Aufzuchtbetriebe vermarktet werden. 3 Stiere fanden in Viehzuchtgenossenschaften einen Käufer. Ein, mit bestem Fundament ausgestatteter GS HUT AB Sohn aus dem Aufzuchtbetrieb Cornides in Mooslandl wurde zum Tageshöchstpreis von der VZG Friedberg ersteigert.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden an folgenden Terminen statt:

17. Oktober 2019        St. Donat
19. November 2019    Traboch
26. November 2019    Greinbach

Ing. Reinhard Pfleger                                                                    01.10.2019

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