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Genetische Highlights mit starker nationaler Nachfrage

Die Zuchtrinderversteigerung in der steirischen Greinbachhalle war durch einige Besonderheiten gekennzeichnet. Trotz hochsommerlichen Temperaturen und besten Bedingungen für die Grünlandernte war die Versteigerung erfreulicherweise gut besucht. Bereits im Vorfeld zogen einige genetisch interessante Tiere die Aufmerksamkeit und Nachfrage auf sich. Der Verlauf der Versteigerung gestaltete sich bei den Tieren mit höchster Qualität sehr zufriedenstellend. Auffallend war, dass trotz allgemein guter Nachfrage doch ein nicht zu kleiner Prozentsatz an Beschickern diesmal die Tiere nicht zur Vermarktung brachte bzw. zu den Letztgeboten nicht bereit waren, die Tiere zu verkaufen.

Obmann Matthias Bischof konnte Kaufinteressenten aus der Steiermark, allen benachbarten Bundesländern sowie aus  Slowenien und Kroatien begrüßen, die dem guten Ruf der Zuchtrinderqualität nach Greinbach gefolgt waren.

Das diesmal doch knappere Angebot an Kuhkälbern und Jungkalbinnen stieß auf gute Nachfrage, welche vor allem durch Ankäufe von Aufzuchtbetrieben aus Nieder- und Oberösterreich begründet war.  3 genetische Highlights mit jeweils über 130 gGZW weckten das Interesse zahlreicher Spitzenzüchter aus ganz Österreich, die über Treuhandkäufe durch die Mitarbeiter der RSTM wahre Bieterduelle auslösten. Ein Kuhkalb der Kombination HERZTAKT x MAHANGO Pp aus dem Zuchtbetrieb Kogler, Vorau wechselte für einen stolzen Preis von über 3000 Euro Zuschlag in einen Spitzenbetrieb aus der gleichen Ortschaft. Eine ebenfalls hochtypisierte WORLDCUP Tochter aus dem F-Kuhstamm der Zuchtstätte Sommersguter, Wenigzell war einem jungen Salzburger Züchter ein sattes Gebot wert. Aus dem Zuchtgebiet des Rinderzuchtverbandes Burgenland wurde von der LFS Güssing eine hochinteressante GS HENDORF Jungkalbin angeboten, die auf einen starken Kuhstamm zurückgeht. Nach einem heftigen Bieterduell fiel hier der Hammer erst über 5000 Euro! Eine Gemeinschaft junger, aufstrebender Fleckviehzüchter aus der Steiermark sicherte sich diese interessante Genetik.

Auch ohne diese genomischen Highlights kann man mit einem Durchschnittspreis der Kuhkälber von 630 Euro und dem der Jungkalbinnen von 840 Euro von einer zufriedenstellenden Absatzlage sprechen.
Die vom Land Steiermark gewährte Qualitätsförderung für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern stabilisierte den Absatz der weiblichen Großrinder wiederum deutlich.

Das Angebot der Jungkühe und Kühe in Milch war wiederum hochwertig und auch gespickt mit genetisch interessanten Tieren. Die angebotenen Jungkühe auf den steirischen Märkten spiegeln seit Monaten sehr gute Qualität wieder. Die durchschnittlich garantierte Milchmenge lag diesmal bei sehr hohen 31,1 kg. Kaufinteressenten aus der Steiermark und dem benachbarten Slowenien sorgten im Angesicht der aktuellen Milchmarksituation mit doch rückläufigen Auszahlungspreisen bei einigen Verarbeitern für einen zufriedenstellenden Absatz mit Spitzengeboten für besonders interessante Tiere. Der Verlauf der Versteigerung war aber auch von differenzierter Preisbildung als zuletzt gekennzeichnet, was einige Züchter dazu bewegte, die Kühe nicht abzugeben. Insgesamt wurde die Grenze von 2000 Euro Zuschlag 10 x überschritten. Auffallend gute Jungkühe standen diesmal von den aktuellen Vererbern GS WERTVOLL und auch RALDI im Angebot. Eine genetisch besonders interessante Jungkuh aus dem Betrieb Sitka in Miesenbach, welche aus dem Kuhstamm von GS WERTVOLL und GS INROS gezogen war, konnte mit Leistungsstärke und Exterieur überzeugen und wechselte zum Tageshöchstpreis der Kühe in einen Betrieb im obersteirischen Zuchtgebiet.

Das kleine, aber diesmal sehr feine Angebot an trächtigen Kalbinnen konnte dank umfangreicher Nachfrage von kroatischen Züchtern mit einem Durchschnittspreis von über 1700 Euro netto verkauft werden. Die Kalbinnen wurden großteils großträchtig angeboten und konnten mit guter körperlicher Entwicklung überzeugen.

Nach mehreren Märkten mit sehr spärlicher Nachfrage konnte diesmal das Angebot an Herdebuchstieren deutlich besser abgesetzt werden. 5 der 7 angebotenen Stiere fanden einen Käufer mit einem beachtlichen Schnittpreis von 2500 Euro Zuschlag. Besonders gefragt waren 2 Stiere aus dem Zuchtbetrieb Schweighofer, Pöllau, die an der ELP Kalsdorf aufgezogen wurden, und misch- bzw. reinerbige Hornlosigkeit zeigten. Ein top entwickelter GS IO Sohn konnte mit PP und dem Z-Kuhstamm punkten und war der VZG aus Ranten das höchste Gebot der Kategorie wert.


Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 14. Juni 2019 in St. Donat, am 13. August 2019 in Greinbach und am 20. August 2019  in Traboch statt.

 


Ing. Reinhard Pfleger                                                                      11.06.2019

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