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Internationales Flair in Traboch sorgt für starken Absatz!

Die Zuchtrinderversteigerung am 07. Mai in Traboch war mit rund 240 angebotenen Zuchttieren gut bestückt. Trotz der teilweise startenden Erntesaison im Grünland konnte eine sehr zufriedenstellende Versteigerung abgehalten werden. Ein Novum für eine Versteigerung in der Steiermark war die persönliche Anwesenheit von Käufern aus Kroatien, Slowenien, Italien, Spanien, Schottland und Ankäufe von Exporteuren für Aserbaidschan und Usbekistan, welche vom neu gewählten Obmann der RSTM Matthias Bischof in Traboch begrüßt werden konnten. Die Kombination aus internationaler und nationaler Nachfrage belebte den Markt in allen Kategorien. Das Resümee daraus ist, dass steirisches Qualitätszuchtvieh international bestens nachgefragt ist.  Die vom Land Steiermark gewährte Ankaufsbeihilfe für steirische Betriebe wirkte ebenfalls deutlich marktbelebend.


Das Angebot der Fleckviehjungkühe konnte sich,  von einem starken Niveau der Märzversteigerung, nochmals steigern. Jungkühe mit bis zu 40 kg garantierter Tagesmilchmenge und viele Tiere, die mit schaufähigem Exterieur auffielen, waren bestens nachgefragt. Das Niveau der angebotenen Tiere in Milch auf den steirischen Versteigerungen hält aktuell jedem nationalen Vergleich stand. Die gute Nachfrage nach Biotieren in Milch hält weiterhin an.


Den Tageshöchstpreis erzielte eine HERZSCHLAG-Tochter mit einem exzellenten Euter und 40 kg garantierter Tagesmilchmenge. Diese Ausnahmejungkuh, gezüchtet vom Betrieb Sackl Franz, Scheifling  wechselte für den sehr hohen Zuschlagspreis von 2800 Euro in einen Spitzenzuchtbetrieb nach  Weißkirchen.    
Die Kategorie der Kälber und Jungkalbinnen war, wie es für eine Frühjahrsversteigerung üblich ist, sehr stark besetzt. Viele Aufzuchtbetriebe, aus nahezu allen Bundesländern, deckten sich bei diesem breiten Angebot ein. Ein Exportankauf nach Schottland wirkte marktbelebend.


Den Tageshöchstpreis bei den Kälbern erzielte eine Kuriosität auf einer Versteigerung in Österreich. Ein Kreuzungskalb Normande x Red Holstein aus dem Zuchtbetrieb Leitold Bernhard, Bischoffeld war einem Liebhaber über 1000 Euro Zuschlag wert. Im Schnitt schloss die Kategorie der Zuchtkälber über 600 Euro netto.


Die begehrteste Jungkalbin des Tages war ein belegfähige IMPERATIV Tochter vom Betrieb Seidl Gottfried aus Zeutschach. Dieses interessante Tier wechselte um 1360 Euro Zuschlag in einen Zuchtbetrieb nach Kärnten.


Das qualitativ gute und diesmal zahlenmäßig ordentliche Angebot an trächtigen Kalbinnen konnte flott versteigert werden. Die Preisspitzen lagen bei über 2000

Euro. Eine sehr korrekte MORATA-Tochter aus dem Aufzuchtbetrieb Cornides Johannes, Landl war einem Züchter aus Kärnten den Tageshöchstpreis von 2100 Euro netto wert. Exportankäufen durch den Viehhandelspartner Schalk ins Drittland wirkten marktentlastend. Einzelne Tiere wurden von der Genetik Austria für den spanischen Markt angekauft. Auch fanden Kalbinnen den Weg in kroatische Zuchtbetriebe.


Die Züchter der Milchrassen konnten leider nur bedingt von der positiven Absatzsituation profitieren. Einerseits wurde nur ein sehr kleines Angebot an Tieren angeboten und anderseits war die Nachfrage nach diesen Tieren sehr flach. Den Tageshöchstpreis mit knapp 2000 Euro netto erzielte eine Braunviehkalbin aus dem Aufzuchtbetrieb Mang August aus Zeltweg, die in einen bekannten Braunviehbetrieb nach St. Peter/Freienstein wechselte.


Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 11. Juni 2019 in Greinbach, am 13. Juni 2019 in St. Donat und am 13. August in Traboch statt.




Reinhard Pfleger/Georg Steiner                                                      07.05.2019

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