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Kleine, aber sehr feine Zuchtrinderversteigerung

Auf der Zuchtrinderversteigerung in Greinbach wurden knapp 100  Zuchtrinder von hochwertiger Genetik und besten Exterieureigenschaften angeboten. Der neue gewählte Obmann der Rinderzucht Steiermark Matthias Bischof konnte Kaufinteressenten aus der Steiermark, allen benachbarten Bundesländern, Slowenien und Kroatien begrüßen, die dem guten Ruf der Zuchtrinderqualität nach Greinbach gefolgt waren.


Agrarlandesrat ÖR Hans Seitinger besuchte die Versteigerung und machte sich vor Ort ein Bild der aktuellen Situation am Zuchtrindermarkt. In vielen Gesprächen rund um den Ring hatten die Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit direkt mit dem Landesrat in Kontakt zu treten. In seinen Grußworten streifte er aktuelle agrarpolitische Themen und animierte die Bauern ihr Wahlrecht bei der kommenden EU Wahl zu gebrauchen.


Entgegen dem österreichweiten Trend verlief der Verkauf der Kuhkälber und Jungkalbinnen in der Preisbildung positiv. Allerdings  hätte die Nachfrage der Aufzuchtbetriebe aus NÖ und OÖ ein größeres Angebot aufnehmen könnten. Auffallend war wieder, dass Kälber, die nicht entwöhnt waren bzw. keine vollständigen Mutterleistungen hatten, deutlich schwerer abzusetzen waren als sichere Fresser. Der Höchstpreis der Kälber erzielte ein bestens entwickeltes Kalb der Kombination GS Hubkraft x GS Vogt aus dem Betrieb Rechberger Bernhard, Vorau, das in einen Aufzuchtbetrieb nach Birkfeld wechselte. Das Angebot der Jungkalbinnen schloss im Schnitt bei knapp 900 Euro Zuschlagspreis. Mehrere genotypisiete Tiere zogen besonderes Interesse der Käufer auf sich. Eine hochtypisierte GS Wrigley Tochter wechselte nach einem spannenden Bieterduell per Treuhandkauf durch die RSTM in einen Spitzenzuchtbetrieb nach Oberösterreich.


Die vom Land Steiermark gewährte Qualitätsförderung für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern stabilisierte den Absatz der weiblichen Großrinder wiederum deutlich.


Das Angebot der Jungkühe und Kühe in Milch konnte flott mit vielen, sehr zufriedenstellenden Geboten versteigert werden. Die Kategorie schloss mit einem hohen Durchschnittspreis von 2001 Euro netto. Fast 60 % der versteigerten Jungkühe konnten mit über 2000 Euro Zuschlagspreis verkauft werden.  Vor allem die hohen Leistungen der angebotenen Kühe, die im Schnitt über  30 kg garantierter Tagesmilchmenge lagen, erwiesen sich als Preisbildner. Einige Jungkühe hatten auch das Format und die Euterqualität, um im Schauring zu bestehen. Mehrere Spitzenkühe befanden sich im Angebot, deren Qualität von Käufern aus der Steiermark, Niederösterreich, dem Burgenland Kunden aus Slowenien  und diesmal vor allem aus Kroatien mit teils sehr hohen Geboten quittiert wurden. Den Tageshöchstpreis sicherte sich nach heftigem Bieterduell eine hochleistende Hubraum Tochter aus dem Zuchtbetrieb Brunnhofer, Gasen, die in einen aufstrebenden Zuchtbetrieb nach Pöllau wechselte.


Das sehr kleine Angebot an Trächtigen Kalbinnen dürfte ein Ergebnis von umfangreichen Exportankäufen der letzten Zeit sein. Aus dem Angebot stach eine absolute Spitzenkalbin der Kombination Mahango Pp x Waldbrand mit RH Blutanschluss aus dem Betrieb Gspurning, Edelschrott heraus. Diese Ausnahmekalbin wurde per Treuhandkauf durch die RSTM von einem Zuchtbetrieb in Oberwölz ersteigert.


Sehr enttäuschend hingegen verlief der Verkauf der 6 angebotenen Herdebuchstiere. Die Nachfrage seitens der Viehzuchtgenossenschaften fehlte diesmal völlig, sodass nur ein einziger Stier zur Zucht verkauft werden konnte. Es handelte sich um einen Zepter Sohn aus einer schauerfahrenen Web Tochter vom Aufzuchtbetrieb Bacher Werner aus Ranten.


Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden an folgenden Terminen statt:


25. April 2019    St. Donat
7. Mai 2019        Traboch
11.Juni 2019    Greinbach

Ing. Reinhard Pfleger                                                                     16.04.2019

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