Vollversammlung der ARGE Braunvieh in Gumpenstein
Österreichische Braunviehzucht tagt in der Steiermark
Die Steiermark war am 14. und 15. Juni Gastgeber für die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Braunviehzüchter an der BAL Raumberg – Gumpenstein mit Teilnehmern aus allen Braunviehzuchtverbänden Österreichs.
Steiermark – erfolgreiche Braunviehzucht
Die steirische Braunviehzucht mit Ing. Helmut Glössl an der Spitze ist ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Braunviehzucht. Mit 11.619 Herdebuchkühen stellt die Steiermark 21% der österreichischen Braunviehpopulation und zählt mit einer Durchschnittsleistung von 7.043 – 4,17 – 3,45 – 537 zu den Leistungsträgern in der Braunviehzucht. Die Lebensleistung beim Braunvieh liegt in der Steiermark bei 28.074 kg Milch. Drei der vier leistungsstärksten Braunviehkühe stehen in der Steiermark, JOLT-Tochter LIABA von Anita und Andreas Fraidl war 2010 die leistungsstärkste Kuh in Österreich. Acht der leistungsstärksten Braunviehbetriebe Österreichs kamen 2010 aus der Steiermark, an der Spitze standen die steirischen Betriebe Anita und Andreas Fraidl (946 kg Fett und Eiweiß) und Maria und Martin Maier (900 kg Fett und Eiweiß). Die Erfolge bei der Bundesbraunviehschau in Imst unterstreichen das Potential der Braunviehzucht in der Steiermark.
Neuwahlen
Nach 15-jähriger Obmannschaft von ÖR Hans Mair, Tirol, in der ARGE Braunvieh wurde Ing. Thomas Schweigl, ein junger, fortschrittlicher Braunviehzüchter aus Tirol, zum neuen Obmann gewählt. ÖR Siegfried Waldauer schied als Vertreter der steirischen Braunviehzucht im Vorstand der ARGE aus, ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Forschung in Gumpenstein
Am zweiten Tag stand zuerst der Besuch der Forschungsanstalt Gumpenstein am Programm. Dozent Dr. Gruber gab einen interessanten Einblick in die Forschungsarbeit im Bereich Rinderwirtschaft und stellte den neu in Betrieb genommenen Versuchsstall vor. Dr. Buchgraber erläuterte die Schwerpunkte der Forschung im Grünlandbereich. Überlegungen in der Düngung im intensiven Milchproduktionsbetrieb sowie die neueste Forschung im Zusammenhang mit dem Klimawandel zeigten, dass die Forschung in Gumpenstein am Puls der Zeit ist. Den Verantwortlichen an der BAL Gumpenstein sei für die freundliche Aufnahme herzlich gedankt.
Besuch des Betriebes Steinbrecher
Den krönenden Abschluss der Vollversammlung bildete der Besuch des Braunviehzuchtbetriebes Lore und Franz Steinbrecher vlg. Reithartl in Bad Mitterndorf. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Strategie und die Entwicklung dieses Familienbetriebes in züchterischer und gesamtbetrieblicher Hinsicht vorbildlich und zukunftsweisend ist. Dass die Bundeseutersiegerin 2011 aus diesem Betrieb kommt, ist richtungsweisend, weil dies beweist, dass sich eine an der Wirtschaftlichkeit orientierte Zucht und Schauerfolge nicht ausschließen. Der Betrieb Steinbrecher melkt seine Kühe mit einem Roboter und hat das Ziel, zwischen 9.000 und 10.000 kg Milch je Kuh und Jahr an die Molkerei zu liefern. ÖR Willibald Rechberger bedankte sich bei der Familie Steinbrecher für die gewährte Gastfreundschaft. PS
(05.05.12) Rinderschau FVZG Oberwölz
(04.05.12) Fleckvieh ist Schrittmacher
(27.04.12) OptiGene-Züchterbefragung OptiGene ist ein Projekt zur Optimierung der Zuchtziele und Zuchtprogramme, das für drei Jahre anberaumt ist. Projektträger ist die ZAR in Zusammenarbeit mit ZuchtData, BOKU und Lebennsministerium.