Vor der Kulisse des schneebedeckten Grimmings – bei herrlichem Wetter - fand am 24. April 2010 die erste gemischtrassige Rinderschau im Bezirk Liezen statt.
Rund 90 Züchter nahmen mit ihren Tieren an dieser Rinderschau teil.
Neben den Rassen Braunvieh , Fleckvieh, Holstein und Pinzgauer wurden auch
Murbodner, Bergschecken und Limousin präsentiert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war der Stationsbetrieb zu den Themen
Grünland und Innenmechanisierung – organisiert vom LFZ Raumberg Gumpenstein.
Diese großartige Veranstaltung war nur möglich, weil die Viehzuchtgenossenschaften, Braunvieh Bezirk Liezen und Fleckviehzuchtgenossenschaft Ennstal, durch das LFZ Raumberg-Gumpenstein unterstützt wurden und auch die Fachschulen Gröbming und Grabnerhof tatkräftig mitwirkten.
Bei der Abendveranstaltung spielten die bekannten „Stoakogler“ im bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt.
Insgesamt besuchten ca. 6.000 Besucher die Tages- und Abendveranstaltung.
Jungzüchter
Der gemischtrassige „Jungzüchterclub Ennstal“ schaffte es, insgesamt rund 80 Jungzüchter und Bambinis zur Teilnahme zu motivieren. Mit großem Engagement präsentierten sie die Tiere.
Preisrichter für die Fleckviehjungzüchter war Rechberger Christian. Braunvieh und Holstein wurden von Markus Mock bewertet.
Bei der Rasse Braunvieh konnte die 11-jährige Anna-Lena Häusler aus Aigen/E. den Vorführsieg erringen.
Bei der Rasse Fleckvieh siegte Jürgen Stangl von der Fachschule Gröbming.
Bei den Holsteins setzte sich Stefan Schnedl – Schüler der HBLFA Raumberg mit seiner Kalbin Sina vom Lehrbetrieb Raumberg-Gumpenstein durch.
Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass alle Rinderschautiere von den Jungzüchtern des Jungzüchterclubs Ennstal sowie Schülern der Fachschulen Gröbming und Grabnerhof vorgeführt wurden.
Braunvieh – sehr starke Kollektion
Der Preisrichter Markus Mock aus Baden Württemberg suchte in seinen Entscheidungen harmonische Kühe mit guten Fundamenten und Eutern sowie ausgezeichneter Beckenstruktur und einer sehr guten Rippenausprägung.
In der Klasse der Jungkühe konnte sich letztendlich die Zweitkalbskuh NANDL (GS Simply x Vinaut), aus dem Betrieb Hartl Karl, Rottenmann, wegen ihres in allen Merkmalen überragenden Euters, des sehr guten Fundaments, der ausgezeichneten Rippenwölbung und des breiten, korrekt gelagerten Beckens, gegen die weiteren Klassensieger durchsetzen.
Die Klasse der älteren Kühe gewann die Vido-Tochter Holyday aus dem bekannten Zuchtbetrieb Heinrich Blindhofer, Selzthal. Obwohl sie erst vor 14 Tagen zum 5. Mal abkalbte, präsentierte sie sich in unglaublicher Frische und Harmonie. Sie setzte sich vor allem wegen ihrer Vorteile im nahezu fehlerlosen Körperbau, ihres unglaublich korrekten Fundamentes und wegen ihres hoch und fest angesetzten Euters gegen die Konkurrentinnen durch. HOLYDAY ist auch Stiermutter im Zuchtprogramm von Genostar, wobei ihr Husir-Sohn Hochtor den Prüfeinsatz gerade durchlaufen hat und ein sehr interessanter Huray-Sohn in der Aufzuchtstation steht.
Neben der Vielzahl herausragender Kühe war die Präsentation der insgesamt 4 - 100.000er Kühe ein besonderer Höhepunkt. Wobei sich die Prophet-Tochter Königin, aus dem Betrieb Oppliger Fritz, Gaishorn, trotz einer Lebensleistung von mehr als 142.000 kg Milch in ausgezeichneter Verfassung zeigte und damit die Vorzüge von Braunvieh als Milch- und Fitnessrasse deutlich untermauerte.
Holstein – Klein aber fein
Die zwei Gruppen Holsteins zeigten die Vorzüge ihrer Rasse in Bezug auf Milchtyp, Euter und feinem Knochenbau sehr deutlich. Obwohl nur wenige Tiere aus dem Ennstal ausgestellt wurden, konnte die Qualität der Tiere überzeugen. Siegerin in der Gruppe der jungen Kühe und letztendlich auch Gesamtsiegerin wurde die stilvolle Red Holstein BOUNTY (Glacier Red x Goldstar) aus dem Betrieb Tippl Josef, Lantschern auf Grund ihrer Überlegenheit im Ausdruck, des feineren sehr korrekten Fundaments und des drüsigeren Euters, vor der ebenfalls sehr beeindruckenden BOWEN-Tochter Mona178 aus dem Betrieb Helmut Huber, Lantschern.
Fleckvieh – Starke Kühe in Leistung und Stabilität prägten das Bild
Die Tiere der Rasse Fleckvieh stellten sich den fachlich kompetenten Blicken des Preisrichters Ing. Reinhard Pfleger. Die Kategorie der Jungkühe war zahlenmäßig stark besetzt. Leistungsstarke Tiere prägten das Bild.
In den Gruppenentscheiden setzten sich die exterieurstarke Molly (V: Rainer ET) vom Betrieb Ruhsam, Pichl, die gut beeuterte Kari (V: Herich) von Züchter Schaumberger Bernhard, Wörschach, die milchtypische Herbert Tochter Vivien vom Betrieb Schlömmer Martin, Bad Mitterndorf und die typ- und körperstarke Rebe (V: Pernan) gezüchtet von Walter Ruhsam, Pichl gegen teilweise starke Konkurrenz durch.
Im Finale um den Titel „Miss Ennstal“ der Jungkühe ritterten mit der Rainer ET Tochter Molly und der Pernan Tochter Rebe, beide gezüchtet von Walter Ruhsam, Pichl zwei Spitzenjungkühe um den Gesamtsieg. Der Preisrichter kürte schließlich aufgrund leichter Vorzüge im Fundament Molly zur Championkuh.
Bei den 2. Kalbskühen sicherten sich die mit einem langen Euter ausgestattete Karla (V: Waterberg) von Franz Hornbacher, Lassing sowie die kalibrige, typstarke Repteit Tochter Briska, gezüchtet von Bernhard Schaumberger, Wörschach die Gruppensiege.
Bei den 3. Kalbskühen ging die mittelrahmige, ausbalancierte Weinold Tochter Wanda vom Betrieb Gruber Günter, Landl an der Spitze. In der Gruppe Kühe mit 4 und 5 Kälbern war der körperstarken Vevi (V: Dionis) vom Betrieb Hubert Kapp, Aigen der Sieg nicht zu nehmen. In der Gruppe der Dauerleistungskühe über 50.000 kg LL siegte die geschlossene, korrekte Gardian Tochter Wache, gezüchtet von Günter Gruber, Landl.
Aus der finalen Entscheidung um den Titel „Miss Ennstal“ der Mehrkalbskühe ging die Weinold Tochter Wanda vom Betrieb Gruber Günter, Landl als Siegerin hervor. Sie zeigte mit 3 Kälbern den Typ der mittelrahmigen, ausbalancierten, korrekte Fleckviehkuh mit Stärken in allen wesentlichen Exterieurmerkmalen. Der Ehrenpreis des Preisrichters ging an die 8. Kalbskuh Wache, ebenfalls gezüchtet vom Betrieb Gruber, Landl und Mutter von Wanda.
Pinzgauer
Auch eine kleine Gruppe von Pinzgauer Rindern präsentierte sich bei dieser Schau.
Den Sieg in dieser Gruppe errang die Kuh „Laura“ vom Betrieb Knaus Johann vlg. Blasbichler aus der Ramsau.
Murbodner, Limousin und Ennstaler Bergschecken
Durch die Ausstellung der Fleisch- und Mutterkuhrassen wurde die Ennstalschau erheblich aufgewertet, das Ziel, alle Rinderassen des Bezirkes einzubinden wurde somit erfüllt.
Bestens präsentierten die Züchter der Murbodner, Limousin und Ennstaler Bergschecken ihre wertvollen Zuchttiere und ernteten den verdienten Applaus der zahlreichen Besucher.
Resümee
Die Ennstaler Rinderschau hatte ein sehr hohes züchterisches Niveau.
Die Vorführgruppe, zusammengesetzt aus den Fachschulen Gröbming und Grabnerhof sowie dem Jungzüchterklub Ennstal haben die Tiere, wie kaum auf einer anderen Schau, sehr professionell vorgeführt.
„Die Schau war bestens organisiert“, so die internationalen Preisrichter Markus Mock und Reinhard Pfleger.
Die Zusammenarbeit aller Rassen, dem LFZ Raumberg-Gumpenstein, der Fachschule Gröbming und Grabnerhof und dem Jungzüchterclub wurde eindrucksvoll bewiesen.
Die Rinderzucht Steiermark gratuliert und dankt den Veranstaltern für die umfangreiche Arbeit in der Organisation, besonderer Dank gilt dem Hauptorganisator der Schau Ing. Hans Stein.
ZUR ERGEBNISLISTE ALLER GRUPPEN
ZUM FOTOALBUM
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Rassensieger Jungzüchterwettbewerb Anna Lena Häusler (BV) Jürgen Stangl (FV) Stefan Schnedl (HF) |
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NANDL V: GS Simply Braunvieh Junior-Champion Besitzer: Hartl Karl, Rottenmann |
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HOLIDAY V: Vido Braunvieh Senior-Champion Besitzer: Blindhofer Heinrich, Selztal |
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MOLLY V: Rainer Gesamtsiegerin FV "Jung" Besitzer: Ruhsam Walter, Kainisch |
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WANDA V: Weinold Gesamtsiegerin FV "Alt" Besitzer: Gruber Günther & Brigitte , Landl |
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BOUNTY V: Glacier Red Gesamtsiegerin Holstein Besitzer: Tippl Josef, Aigen |
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GESAMTSIEGER
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(20.01.12) Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die neue Internetapplikation "Anpaarungsplaner Optibull" ab sofort für alle steirischen Züchter der Rassen Fleckvieh, Braunvieh, Holstein und Pinzgauer verfügbar ist.
(26.01.12) Jerseys werden in der Rinderzucht Steiermark erfolgreich betreut
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