9. Generalversammlung der RINDERZUCHT STEIERMARK
Generalversammlung – Ziele werden konsequent verfolgt
Peter Stückler
„Die strukturellen Schritte zur Schaffung einer Einheit von Zucht und Besamung mit einem starken Besamungsunternehmen GENOSTAR waren richtige Entscheidungen für die steirischen Rinderzüchter“, zog Obmann ÖR Rechberger Bilanz über die zweite Funktionsperiode in der Rinderzucht Steiermark. Er unterstrich die Leistungen der Rinderzüchter für das Land und bedankte sich für den Einsatz und Fleiß der Rinderbauern.
Neuwahlen
Der Vorstand und Aufsichtsrat der Rinderzucht bleibt weiterhin ein junges Team mit aktiven Landwirten. Elf Funktionäre wurden neu in die Organe der Genossenschaft gewählt. Als Obmann wurde ÖR Willibald Rechberger bestätigt, ebenso steht Otmar Schober weiterhin an der Spitze des Aufsichtsrates (Stellvertreter: Ing. Andreas Täubl). Die Obmannstellvertreter sind Johann Derler, Alois Bauer, Hermann Gruber und neu Ing. Helmut Glössl.
Vermarktung
Für das wirtschaftliche Ergebnis des Jahres 2010 war die florierende Vermarktung mit verantwortlich. Das Ziel von 20.000 Stück vermarkteten Kälbern und Nutzrindern konnte erreicht werden. 3.500 Zuchtrinder wurden über die Versteigerungen und Exportankäufe vermarktet.
Zucht
Die konsequente Umsetzung der Zuchtprogramme ist die zentrale Aufgabe der Zuchtorganisation, die Wirtschaftlichkeit der Milch- und Fleischproduktion sowie die Zuchtrindervermarktung hängen unmittelbar vom Erfolg der gesetzten Maßnahmen ab. Im Ranking der österreichischen Zuchtorganisationen nimmt die Steiermark bei allen Rassen eine Spitzenposition ein, bei Fleckvieh weist die Steiermark seit mehreren Jahren den größten Zuchtfortschritt auf.
Leistungsstärkste Betriebe
Gottfried Schönbacher (Fleckvieh), Anita und Andreas Fraidl (Braunvieh und Josef Tippl (Holstein) wurden als Milchbetriebe mit den höchsten Herdenleistungen ausgezeichnet. Folgende Fleischrinderzüchter wurden für die Erfolge auf der Bundesfleischrinderschau ausgezeichnet: Heinrich Ertl, Anton Schütter, Josef Lanner jun., Sabine und Eduard Legat, Katharina Köberl und Franz Schrotthofer.
Top-Herde Steiermark
Erstmals wurden für leistungsstarke Milchbetriebe (über 600 kg Fett und Eiweiß), deren Herde gleichzeitig in den Fitnesskriterien Lebensleistung (mindestens 25.000 kg), Zwischenkalbezeit (maximal 390 Tage) und Zellzahl (unter 190.000) hoch positive Leistungen erbracht haben, ausgezeichnet. 65 Zuchtbetrieben konnte die Stalltafel TOP HERDE STEIERMARK überreicht werden.
100.000 Liter-Kühe
48 Züchter schafften es 2010, eine Kuh mit einer Lebensleistung von 100.000 kg Milch im Stall zu haben. Der Zuchtbetrieb Johann Moitzi, Obdach, schaffte mit der Ralbo-Tochter WUTZI als zweiter Fleckviehbetrieb die unglaubliche Lebensleistung von 150.000 kg Milch – Zuchtfortschritt in der Leistung geht nicht auf Kosten der Lebensleistung.
Ehrung der Züchter von Topstieren
Einer der Höhepunkte einer Generalversammlung ist die Würdigung der Züchter von Spitzenvererbern im Besamungsunternehmen GENOSTAR:
| Züchter | Rasse | Stier |
| Brunnhofer, Derler, Rechberger | FV | GS WILHELM |
| Anton Gruber, Bishoffeld | BV | GS HUXOY |
| Franz Hornbacher, Lassing | FV | GS WAGNER |
| Siegfried Mayer, Bretstein | FV | WEINBERG |
| Peter Krinner, Semriach | LIM | GS MAGYAR |
| Anna Rudolf, Pinggau | WBB | GS TOTTY |
Die Stiere GS WILHELM und GS HUXOY wurden international als Teststierväter eingesetzt.
Genomselektion
Die Genomselektion ist aktuell weltweit ein zentrales Thema in der Milchrinderzucht. Sie wird den Zuchtfortschritt weiter beschleunigen. Ein wesentlicher Vorteil für den Züchter wird neben der Verkürzung des Generationsintervalles das verringerte Risiko beim Einsatz von Jungstieren sein. Wichtig ist, dass die Entwicklung der Genomselektion in der Fleckvieh- und Braunviehzucht in bäuerlicher Hand behalten werden konnte.
Ziele setzen!
Für den durchschnittlichen Betrieb der Rinderzucht Steiermark ist „Besser-werden“ das Mittel der Wahl, um sich auf die Zukunft und auf die steigenden Lebenshaltungskosten einzustellen. Kernaussage: Zuerst „besser werden“, dann „überschaubar wachsen“. Eine entscheidende Aussage im Referat von Ing. Stocker war, dass sich Betriebe, die sich Ziele setzen, besser entwickeln.
(05.05.12) Rinderschau FVZG Oberwölz
(04.05.12) Fleckvieh ist Schrittmacher
(27.04.12) OptiGene-Züchterbefragung OptiGene ist ein Projekt zur Optimierung der Zuchtziele und Zuchtprogramme, das für drei Jahre anberaumt ist. Projektträger ist die ZAR in Zusammenarbeit mit ZuchtData, BOKU und Lebennsministerium.